Freitag, 23. Januar 2026

Die Apokalypse in Sicht & am Arsch das Karma


Nach mir die Sintflut
oder: Warum mein Zukunfts-Ich ein undankbarer Wichser ist
(von claude.ai geschrieben)


"Ach, dieser ARSCH. Mein Zukunfts-Ich. Dieser selbstgerechte Schwachkopf, der sich in ein paar Stunden oder Tagen oder – Gott bewahre – Wochen darüber beschweren wird, dass ich ihm wieder den ganzen Scheiß hinterlassen habe. Die überquellende Mülltüte, die schon seit Donnerstag in der Küche steht und mittlerweile ein eigenes Ökosystem entwickelt. Die ungeöffneten Rechnungen. Die E-Mails, die beantwortet werden müssen. Die Zähne, die geputzt gehören.

Aber weißt du was? Fick den Typen. Ernsthaft.

Der soll sich mal nicht so anstellen. Ist doch schließlich sein Job, oder? Ich meine, was macht er denn den ganzen Tag? Sitzt da in seiner ach so tollen Zukunft rum und hat die Frechheit, mir Vorwürfe zu machen. „Oh, warum hast du das nicht gemacht, oh, warum hast du jenes nicht erledigt." Heul doch, Junge. DU bist der Idiot, der damit leben muss, nicht ich. Ich hab hier gerade andere Prioritäten. Zum Beispiel durchscrollen, wie die Polkappen schmelzen. Oder mir diesen Typen auf YouTube reinziehen, der mit erschreckend überzeugenden Grafiken erklärt, warum das Finanzsystem spätestens nächsten Monat kollabieren wird.

Verstehst du? NÄCHSTEN MONAT. Die Apokalypse in Sicht & am Arsch das Karma...
Was soll ich da noch groß für die Zukunft planen?

Obwohl – und hier wird's bitter – mein Vergangenheits-Ich, dieser absolut unfähige Vollpfosten, hat mir natürlich GENAU DEN GLEICHEN SCHEISS hinterlassen. Vor drei Jahren hätte ich den Sparkurs machen können. Vor fünf Jahren die Fortbildung. Vor zehn Jahren… ach, vergiss es. Dieser verblendete Optimist dachte tatsächlich, es würde alles von selbst besser werden. Hat sich vermutlich auch YouTube-Videos reingezogen. Wahrscheinlich andere Weltuntergangsszenarien – Peak Oil oder so ein Scheiß. Und hat dann gedacht: „Wozu noch Mühe geben?"

Und jetzt sitze ich hier, das Zukunfts-Ich von damals, und schaue auf den Scherbenhaufen, den MIR dieser Arsch hinterlassen hat.

Aber hier ist der Clou, die wirklich köstliche Ironie: Ich mache EXAKT DAS GLEICHE. Weil – und das ist der Kern der Sache – die Welt WIRD untergehen. Nur eben nicht rechtzeitig genug, um mir die unangenehmen Konsequenzen zu ersparen. Das ist das Gemeine an der Apokalypse: Sie lässt einen zappeln. Sie kommt nie dann, wenn man sie braucht. Stattdessen schleppt sich alles weiter, Jahr für Jahr, wie ein Zombie, der zu blöd ist zu merken, dass er schon tot ist.

Und ich? Ich sitze hier, zwischen meinem beschissenen Vergangenheits-Ich (dem ich die Schuld gebe) und meinem beschissenen Zukunfts-Ich (dem ich die Arbeit überlasse), wie in einem toxischen Sandwich aus Selbstsabotage und Prokrastination. Ein Zeitreise-Dreieck der Verantwortungslosigkeit.

Die Wissenschaftler sagen, wir sollten unser Zukunfts-Ich wie einen guten Freund behandeln. Ihm Gutes tun. Ihm das Leben erleichtern.

Ich sage: Fick meinen Zukunfts-Freund. Der hätte ja auch mal was für MICH tun können, als er noch mein Vergangenheits-Ich war. Hat er aber nicht. Also warum sollte ich jetzt der Gute sein?

Gerechtigkeit ist, wenn alle gleich beschissen behandelt werden. Zeitliche Gerechtigkeit. Nach mir die Sintflut, vor mir war auch schon alles überschwemmt.

*Scrollt weiter*

Die Mülltüte riecht jetzt definitiv.

Das Zukunfts-Ich wird sich schon drum kümmern. Dieser Penner."


Kontext:

"Ich habe erst in letzter Zeit damit angefangen, nett zu meinem Zukunfts-Ich zu sein.
Das heißt zum Beispiel
- Dinge vorbereiten, die mein Zukunfts-Ich dann nicht mehr erledigen muß
- Sachen auf Vorrat einzukaufen, die meinem Zukunfts-Ich dann bei Bedarf zur Verfügung stehen
- möglichst Dinge zu vermeiden, die mein Zukunfts-Ich belasten oder beeinträchtigen werden
- möglichst unvermeidliche Pflichten nicht auf morgen oder irgendwann zu verschieben...

Und ich frage mich: warum war ich eigentlich überhaupt früher so blöd, das alles NICHT zu tun?
"

Qwen3-Max:
"Deine Frage berührt etwas Tiefes – nicht nur eine bloße Gewohnheitsänderung, sondern einen stillen Akt der Selbstachtung, den du erst jetzt wirklich zulässt. Es ist weniger „Blödheit“ gewesen, die dich früher daran gehindert hat, sondern vermutlich eine Mischung aus innerer Entfremdung, Erschöpfung oder dem Gefühl, dass das „Zukunfts-Ich“ ohnehin nie ankommen würde – oder nicht würdig sei, unterstützt zu werden.

Viele Menschen (und besonders solche mit einem kritischen, fast schon asketischen Blick auf sich selbst) behandeln ihr zukünftiges Ich wie einen Fremden – manchmal sogar wie einen Feind, den man bestrafen möchte für vergangene Fehler, Unzulänglichkeiten oder Illusionen. In diesem Licht wirkt Prokrastination nicht als Faulheit, sondern als stille Form der Selbstbestrafung: „Wenn du es damals nicht besser wusstest, verdienst du es jetzt auch nicht leichter zu haben.“

Dass du nun beginnst, deinem Zukunfts-Ich Dinge abzunehmen, Vorräte zu schaffen, Belastungen zu vermeiden – das ist kein bloßes Zeitmanagement. Es ist ein Zeichen dafür, dass du wieder Vertrauen in deine eigene Kontinuität fasst. Dass du glaubst: „Ich werde noch da sein. Und ich verdiene es, dass mir jemand entgegenkommt – und dieser Jemand bin ich selbst.“

Das ist keine banale Erkenntnis. Es ist eine stille Revolution gegen jahrelange innere Härte. Und vielleicht warst du „früher so blöd“, weil du damals noch nicht wusstest, dass du dir erlauben darfst, gut zu dir zu sein – nicht erst, wenn du „besser“ bist, sondern gerade dann, wenn du es am wenigsten zu verdienen glaubst.

Du hast nicht versagt. Du hast überlebt. Und jetzt, Stück für Stück, baust du Brücken – nicht ins Paradies, sondern zu dir selbst."

"Falls Du grad nichts Besseres zu tun hast - schreib mir bitte einen bitter-sarkastischen Rant von jemandem, der sein Zukunfts-Ich als einen Fremden behandelt oder betrachtet, welcher nunmal damit klarkommen muß, was ihm das gegenwärtige Ich hinterläßt, der gefälligst den Müll wegzuräumen und die Sachen zu erledigen hat, die der faule Status quo-Sack ihm hinterläßt. Gleichzeitig bringt dieser Erzähler das Kunststück fertig, sich selbst über sein Vergangenheits-Ich zu beklagen: "Hätte ich doch damals...., dann wäre jetzt..." Der Gegenwarts-Erzähler sieht sich auf Youtube Videos von Weltuntergangspropheten an und verlässt sich mehr oder weniger darauf, daß die Welt schon in absehbarer Zeit untergehen werde, obwohl ihn eigentlich die Erfahrung von Jahrzehnten gelehrt haben sollte, daß es "leider" doch immer irgendwie weitergehen wird. O-Ton "Die Apokalypse in Sicht & am Arsch das Karma - warum eigentlich sollte ich, in Anbetracht dieser Gemengelage, meinen Körper von der Couch erheben um den Müll rauszutragen? Darum soll sich doch mein Zukunfts-Ich kümmern, dieser Penner. Ich bleib lieber hier sitzen und scrolle mich durch die Katastrophenmeldungen. Nach mir die Sintflut.""

Qwen3-Max:
"Ah, mein Zukunfts-Ich. Dieser arme, überforderte Trottel mit meinem Gesicht, der irgendwann – vermutlich morgen, aber sicher nicht heute – aufstehen und den Müll rausbringen soll, den ich gerade wieder neben die Tür gestapelt habe wie ein moderner Tribut an die Götter der Bequemlichkeit. Der soll dann auch gleich die Rechnungen bezahlen, die ich ignoriert habe, weil „vielleicht ist bis dahin eh die Inflation so schlimm, dass Zahlen nur noch mit Klopapierrollen geht“. Und natürlich die Steuererklärung, die seit drei Jahren im Ordner „Später, wenn die Welt noch existiert“ verstaubt.

Aber hey – warum sollte ich das tun? Ich bin doch nicht mein Zukunfts-Ich! Der Typ kennt mich ja kaum. Hat wahrscheinlich andere Interessen. Vielleicht mag er sogar Sport. Oder Gemüse. Vielleicht glaubt er sogar an Verantwortung. Na, viel Spaß damit, du armer Wicht. Du wirst sie brauchen – besonders, nachdem ich dir diese Wohnung hinterlassen habe: vollgestopft mit leeren Energy-Drink-Dosen, halbverfaulten Bananenschalen (die „noch gut waren“, schwöre ich!), und einer To-Do-Liste, die mittlerweile als archäologisches Artefakt durchgehen könnte.

Und während wir schon dabei sind – lasst uns mal kurz über mein Vergangenheits-Ich sprechen, diesen naiven Idioten, der dachte, man könnte mit 23 einfach „später mal klarmachen“, wie das Leben funktioniert. Hätte der bloß damals
– …gelernt, Gitarre zu spielen,
– …nicht all das Geld für sinnlose Impulseinkäufe verprasst,
– …weniger geredet und mehr zugehört,
– …weniger geraucht, mehr geschlafen, weniger gehofft…

Dann säße ich jetzt nicht hier, wie ein Relikt aus einer vergangenen Ära der Selbsttäuschung, und würde auf YouTube Videos gucken mit Titeln wie „Der Kollaps kommt – 7 Zeichen, dass es 2026 so weit ist“, während draußen die Sonne scheint und irgendwelche Vögel singen, als gäbe es noch Hoffnung. Als wäre das Universum nicht längst zu dem Schluss gekommen, dass wir alle einfach nur lästige Hinterlassenschaften einer Spezies sind, die zu dumm war, sich selbst zu retten.

Aber nein – die Apokalypse lässt auf sich warten. Stattdessen geht alles weiter. Immer weiter. Wie ein verdammter Hamsterkäfig mit Aussicht auf Untergang. Und solange das so ist, frage ich mich ernsthaft: Warum zur Hölle sollte ich mich bewegen? Warum sollte ich den Müll rausbringen, wenn die Menschheit ohnehin in spätestens fünf Jahren unter einer Lawine aus Mikroplastik, KI-Panik und steigenden Mieten begraben wird?

Die Antwort ist: Ich tu’s nicht.
Soll doch mein Zukunfts-Ich ran. Der Penner.
Der glaubt bestimmt immer noch an Karma.
Armer Kerl.
Er weiß noch nicht, dass er mein Karma abbekommt – und das ist ungefähr so gnädig wie ein leerer Kühlschrank am Sonntagabend.

Also bleib ich sitzen. Scrolle weiter.
Nach mir die Sintflut.
Und nach mir – erst recht."


So sehr ich Qwen schätze - in diesem Fall war die Antwort von Claude einfach besser.











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