Dienstag, 13. Oktober 2026

Der schlimmste Teufel


"Der schlimmste Teufel ist der, der es gut mit Dir meint."

ChatGPT:
"Ja. Der Satz trifft eine besondere Form von Gefahr: Schaden, der sich selbst als Fürsorge versteht.

Der gewöhnliche Gegner weiß zumindest, dass er gegen dich handelt. Der wohlmeinende „Teufel“ dagegen kann überzeugt sein, für dich zu handeln – und gerade diese Überzeugung beseitigt seine inneren Hemmungen. Widerstand erscheint ihm dann nicht als legitimer Ausdruck deiner Autonomie, sondern als Beweis dafür, dass du deine eigenen Interessen nicht verstehst.

Die gefährliche Logik lautet ungefähr:

Ich weiß, was gut für dich ist. Wenn du widersprichst, zeigt das nur, wie notwendig mein Eingreifen ist.

Damit entsteht ein geschlossenes System: Zustimmung bestätigt die Maßnahme, Widerspruch bestätigt ihre Notwendigkeit.

Das gilt auf mehreren Ebenen: in Beziehungen als Bevormundung, in Medizin oder Pädagogik als Paternalismus, in Organisationen als fürsorgliche Kontrolle und politisch als Rechtfertigung weitreichender Eingriffe im Namen von Sicherheit, Gesundheit oder Gemeinwohl. Entscheidend ist dabei nicht, dass solche Ziele vorgeschoben sein müssen. Das interessantere Problem entsteht gerade dann, wenn sie aufrichtig gemeint sind.

C. S. Lewis formulierte einen verwandten Gedanken besonders scharf: Die Herrschaft von Menschen, die uns zu unserem eigenen Besten quälen, könne schlimmer sein als die von Räubern – denn die Grausamkeit des Räubers schlafe manchmal, während diejenigen, die mit Zustimmung ihres Gewissens handeln, womöglich niemals aufhörten.

Vielleicht ließe sich dein Satz deshalb noch zuspitzen:

„Der gefährlichste Teufel ist nicht der, der dir Böses will, sondern der, der dir Gutes tun will und deshalb dein Nein nicht mehr akzeptiert.“

Das Nein ist dabei der entscheidende Prüfstein. Wohlwollen, das ein Nein akzeptiert, bleibt Hilfe. Wohlwollen, das ein Nein grundsätzlich als Irrtum interpretiert, beginnt zur Herrschaft zu werden."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 12. Oktober 2026

Bashing the Batman

 
"Der Clip zeigt eine humorvolle Diskussionsszene mit vier dagestanischen Männern an einem Tisch (einer davon in traditioneller Kleidung mit weißer Kappe). Sie debattieren über Batman:

Ein Teilnehmer erklärt, Batman sei ein Mann, der eine Firma von seinem Vater geerbt habe. Mit diesem Vermögen könne er Gotham grundlegend verändern und die Kriminalität komplett ausrotten – zum Beispiel durch den Bau von Schulen oder Bonuszahlungen an die Polizei. Stattdessen ziehe er sich ein Fledermauskostüm an und spiele Superheld.

Der Sprecher argumentiert pointiert und ironisch, dass Batman die Kriminalität gar nicht wirklich verschwinden lassen wolle, weil er sonst seinen „Job“ verlieren würde. Die Szene wirkt wie ein satirischer Talk oder eine Podcast-Aufnahme und ist mit englischen Untertiteln unterlegt." (Grok)


Ha ha - ganz meine Rede: "Ist nicht eigentlich im Grunde genommen Batman der Bösewicht in Gotham City?" (Batman/6.11.2024)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reversed Terraforming

 
Was für ein geiles Video. Sollte man sich mit Kopfhörern geben - es ist als wäre man dort vor Ort & müßte sich mit dieser Scheiße im Echtleben auseinandersetzen.

So sieht Krieg wahrscheinlich zu +99% der Zeit aus, die Action geht nur ab & zu für ein paar Minuten ab, dann ist wieder "Guck Dir bloß diese Scheiße an, Bruder." angesagt.

 

 

"К черту этот лес! Fick diesen Wald!"

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 11. Oktober 2026

„Nein“ ist ein kompletter Satz.

 

Über die Kunst, den Mund zu halten, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen.

Es gibt in der deutschen Sprache ein bemerkenswertes Wort. Es besteht aus vier Buchstaben, einer Silbe und enthält alles, was zur Verständigung zwischen zwei erwachsenen Menschen notwendig sein kann.

Nein.

Ein kleines Meisterwerk sprachlicher Ökonomie. Keine Nebensätze, keine Fußnoten, keine Relativierungen. Ein Wort, das weder einer Einleitung noch eines Schlusswortes bedarf. Es transportiert eine vollständige Information und benötigt dafür nicht einmal ein Ausrufezeichen.

Und doch scheint es in unserer Gesellschaft zunehmend Schwierigkeiten zu bereiten, dieses Wort als das zu akzeptieren, was es ist: eine abschließende Mitteilung.

„Nein“ gilt als unhöflich. Als schroff. Als unkooperativ. Als erklärungsbedürftig.

Wer Nein sagt, soll gefälligst begründen, warum. Möglichst ausführlich, empathisch und unter ausdrücklicher Würdigung der berechtigten Interessen aller Beteiligten.

„Nein, leider kann ich am Samstag nicht beim Umzug helfen, weil ich in letzter Zeit sehr viel Stress hatte, außerdem tut mir der Rücken weh, und eigentlich müsste ich dringend mal wieder ...“

Halt!

Nein.

Der Unterschied zwischen beiden Antworten besteht darin, dass die zweite eine Entscheidung mitteilt, während die erste eine Verhandlung eröffnet.

Und Verhandlungen haben die unangenehme Eigenschaft, dass plötzlich Menschen mitreden, die überhaupt nichts zu entscheiden haben.

Die Tyrannei der Begründung

Wir leben in einer Gesellschaft, in der offenbar jeder Anspruch auf eine Erklärung hat.

Warum möchtest du nicht mitkommen? Warum willst du darüber nicht reden? Warum hast du keine Lust? Warum findest du das nicht gut? Warum antwortest du nicht?

Weil nicht.

Eine Antwort, die bereits im Kindergarten als unzureichend galt. Dabei enthält sie eine philosophische Einsicht von beträchtlicher Tragweite: Nicht jede persönliche Entscheidung ist Gegenstand einer öffentlichen Anhörung.

Das eigene Leben ist keine Verwaltungsangelegenheit, und die Mitmenschen bilden keinen Untersuchungsausschuss.

Besonders faszinierend ist die Vorstellung, man könne ein Nein durch beharrliches Nachfragen in ein Ja verwandeln. Als handele es sich um eine fehlerhafte Eingabe, die das System bei ausreichender Wiederholung irgendwann akzeptieren müsse.

„Warum denn nicht?“

„Weil ich nicht möchte.“

„Aber was spricht denn dagegen?“

„Nichts, was ich mit dir diskutieren möchte.“

„Du kannst doch wenigstens erklären ...“

Nein.

Manche Menschen behandeln persönliche Grenzen wie Verkehrsschilder in Italien: als freundliche Anregung, über deren Verbindlichkeit man geteilter Meinung sein darf.

Die Stoiker hätten vermutlich weniger geredet

Die alten Stoiker waren keine ausgesprochen geselligen Menschenfreunde im heutigen Sinne. Zumindest bestand ihre Philosophie nicht darin, bei jeder Gelegenheit die eigenen Befindlichkeiten auf den Tisch zu legen und anschließend gemeinsam darüber zu sprechen, wie sich alle damit fühlen.

Epiktet unterschied bekanntlich zwischen Dingen, die in unserer Macht stehen, und solchen, die es nicht tun.

Zu Ersteren gehören unsere Urteile, Absichten und Entscheidungen. Zu Letzteren die Meinungen anderer Menschen, ihre Erwartungen, ihre Enttäuschungen und ihre erstaunliche Fähigkeit, sich in Angelegenheiten einzumischen, die sie nichts angehen.

Daraus ergibt sich eine ausgesprochen praktische Konsequenz:

Ich bin für meine Entscheidung verantwortlich. Nicht für deine Zufriedenheit mit dieser Entscheidung.

Das ist keine Aufforderung zur Rücksichtslosigkeit. Es ist die Anerkennung zweier voneinander unabhängiger Zuständigkeitsbereiche.

Du darfst mich um etwas bitten.

Ich darf Nein sagen.

Du darfst darüber enttäuscht sein.

Und ich darf diese Enttäuschung aushalten, ohne sofort einen zwanzigminütigen Vortrag zu halten, um sie zu beseitigen.

Seneca beschäftigte sich ausführlich mit dem richtigen Umgang mit der eigenen Lebenszeit. In De brevitate vitae beschrieb er, wie Menschen ihr Leben durch zahllose Beschäftigungen und fremde Ansprüche vergeuden.

Er hätte vermutlich wenig Verständnis für die moderne Angewohnheit gehabt, eine Entscheidung, die in einer Sekunde getroffen wurde, anschließend eine Viertelstunde lang zu rechtfertigen.

Eine Viertelstunde, in der man hätte leben können.

Oder schweigen.

Oder auf eine Wand schauen.

Alles drei unter Umständen wesentlich sinnvollere Beschäftigungen.

Das Geschwätz als Zivilisationsleistung

Damit kommen wir zu einem besonders bemerkenswerten Phänomen: dem maßlosen Gebrauch von Worten.

Es wird geredet. Ununterbrochen. Überall.

Besprechungen, Gesprächsrunden, Podcasts, Interviews, Talkshows, Debatten, Stellungnahmen, Erklärungen, Einordnungen, Nachfragen, Klarstellungen und anschließend Klarstellungen der Klarstellungen.

Eine ganze Industrie lebt davon, dass Menschen Dinge sagen, die entweder längst gesagt wurden oder überhaupt nicht gesagt werden müssten.

Dabei ist Reden längst nicht mehr ausschließlich ein Mittel zur Übermittlung von Informationen.

Es ist ein sozialer Anwesenheitsnachweis.

Wer redet, nimmt teil. Wer viel redet, engagiert sich. Wer besonders viel redet, übernimmt Verantwortung. Und wer gar nichts sagt, macht sich verdächtig.

Vielleicht hat er keine Meinung.

Vielleicht hat er etwas zu verbergen.

Oder, eine Möglichkeit, die in unserer kommunikationsbesessenen Gegenwart kaum noch in Betracht gezogen wird:

Vielleicht hat er einfach nichts hinzuzufügen.

Das wäre allerdings ein revolutionäres Konzept.

Man stelle sich eine Besprechung vor, bei der nach fünf Minuten alle relevanten Informationen ausgetauscht wurden und anschließend tatsächlich alle aufstehen und nach Hause gehen.

Keine „kurze Abschlussrunde“. Kein „Ich würde gerne noch einmal den Punkt aufgreifen“. Keine „spannenden Impulse“, die man „mitnehmen“ möchte.

Ein organisatorischer Zusammenbruch.

Die Hälfte der modernen Kommunikationsberufe stünde vor einer Sinnkrise.

Die Angst vor der Stille

Es gibt Menschen, die eine Gesprächspause von mehr als drei Sekunden offenbar als medizinischen Notfall betrachten.

Kaum entsteht Stille, wird sie umgehend mit Worten zugeschüttet.

Das Wetter. Die Nachbarn. Der Verkehr. Irgendeine Fernsehserie. Irgendein Politiker. Irgendein Problem, zu dem niemand eine Lösung hat, aber alle eine Meinung.

Hauptsache, es ist ein Geräusch im Raum.

Vielleicht liegt darin eine der seltsamsten Eigenschaften des modernen Menschen: Er hat gelernt, seine Umwelt akustisch vollständig zu beherrschen, aber nicht, seine eigene Klappe zu halten.

Dabei ist Schweigen keineswegs Ausdruck geistiger Leere.

Im Gegenteil.

Manchmal zeigt sich erst im Schweigen, ob ein Gedanke überhaupt Substanz besitzt.

Wer jeden Einfall unmittelbar ausspricht, erspart sich die Mühe, ihn vorher zu prüfen. Seine Mitmenschen übernehmen dann unfreiwillig die Qualitätskontrolle.

Eine ausgesprochen bequeme Arbeitsteilung.

In der stoischen Tradition spielt die Kontrolle der eigenen Reaktionen eine zentrale Rolle. Nicht jedem Eindruck muss zugestimmt werden. Nicht jeder Impuls verlangt nach einer Handlung.

Und schon gar nicht nach einer Wortmeldung.

Das ist möglicherweise eine der am meisten unterschätzten Formen intellektueller Disziplin: einen Gedanken zu haben und ihn trotzdem für sich zu behalten.

Die Kunst der klaren Ansage

Nun wird Klarheit gerne mit Unfreundlichkeit verwechselt.

Dabei sind es zwei völlig unterschiedliche Dinge.

„Nein, das möchte ich nicht.“

Das ist klar.

„Nein, du unerträglicher Idiot, und jetzt verschwinde.“

Das ist ebenfalls klar, enthält allerdings eine zusätzliche persönliche Bewertung, die nicht in jeder Situation notwendig ist.

Der Unterschied liegt nicht in der Entschiedenheit, sondern in der Dosierung.

Klarheit bedeutet, dass eine Aussage ihren Zweck erfüllt. Sie übermittelt eine Information, ohne dem Empfänger die Möglichkeit zu geben, sich aus einem Nebensatz ein Schlupfloch zu basteln.

„Eigentlich würde ich lieber nicht ...“

Eigentlich?

„Im Moment passt es mir eher schlecht ...“

Im Moment?

„Vielleicht ein anderes Mal ...“

Vielleicht?

Wer so spricht, sollte sich nicht wundern, wenn andere Menschen darin Möglichkeiten erkennen.

Das Problem ist nicht, dass sie nicht zuhören.

Manchmal hören sie sogar sehr genau zu.

Und entdecken in jedem weichgespülten Satz die kleine Hintertür, die man aus Angst vor Unhöflichkeit offengelassen hat.

Dabei kann man ausgesprochen höflich sein, ohne sich selbst zur Verhandlungsmasse zu machen.

„Vielen Dank für die Einladung. Nein.“

Vollkommen ausreichend.

Man darf sogar lächeln.

Man muss allerdings nicht.

Der entscheidende Unterschied

Natürlich gibt es Situationen, in denen ein Nein allein nicht genügt.

Wer Verantwortung für andere trägt, vertragliche Verpflichtungen eingegangen ist oder durch seine Entscheidung berechtigte Interessen Dritter berührt, muss unter Umständen sehr wohl erklären, was er tut und warum.

Ein Arzt kann eine notwendige Behandlung nicht einfach mit „Nein“ kommentarlos verweigern. Ein Arbeitgeber kann Entscheidungen nicht beliebig ohne Begründung treffen. Und wer seinem Partner gemeinsame finanzielle Verpflichtungen hinterlässt, kann sich nicht hinter einem philosophisch aufgeladenen Einsilber verstecken.

Die Kunst besteht gerade darin, den Unterschied zu erkennen.

Zwischen einer Verpflichtung und einer Erwartung.

Zwischen einer berechtigten Nachfrage und bloßer Neugier.

Zwischen Rücksichtnahme und Selbstaufgabe.

Nicht jede Bitte begründet einen Anspruch. Nicht jede Enttäuschung bedeutet, dass jemandem Unrecht geschehen ist. Und nicht jedes Gespräch verdient eine Fortsetzung.

Das sind einfache Unterscheidungen.

Vielleicht gerade deshalb so schwer zu vermitteln.

Die Freiheit des letzten Wortes

Marcus Aurelius erinnerte sich in seinen Selbstbetrachtungen immer wieder daran, dass der Mensch nicht die Welt kontrollieren kann, wohl aber seinen Umgang mit ihr.

Dieser Gedanke lässt sich wunderbar auf alltägliche Belästigungen übertragen.

Ich kann nicht verhindern, dass jemand etwas von mir will.

Ich kann nicht verhindern, dass jemand meine Ablehnung persönlich nimmt.

Ich kann nicht einmal verhindern, dass jemand anschließend noch fünf Minuten lang versucht, mir seine Sicht der Dinge zu erklären.

Aber ich kann verhindern, dass ich daraus eine einstündige Debatte mache.

Und das ist eine Freiheit, deren Wert mit zunehmendem Lebensalter erheblich steigt.

Vielleicht, weil man irgendwann begreift, dass Lebenszeit keine nachwachsende Ressource ist.

Vielleicht auch, weil die Zahl der Gespräche, die man in seinem Leben schon einmal geführt hat, langsam unerträglich groß wird.

Man erkennt das Muster bereits nach den ersten drei Worten.

Man kennt das Argument, das Gegenargument, den erwartbaren Einwand und die abschließende Versicherung, man habe das alles doch nur gut gemeint.

Und plötzlich erscheint einem ein einziges Wort als die eleganteste Lösung.

Nein.

Nicht aus Bosheit. Nicht aus Überheblichkeit. Nicht einmal aus Ungeduld.

Sondern aus Respekt vor einer knappen Ressource: der eigenen verbleibenden Zeit.

Der Stoiker würde vielleicht von Selbstbeherrschung sprechen. Der Sprachwissenschaftler von maximaler Informationsdichte. Der Minimalist von konsequenter Reduktion auf das Wesentliche.

Der moderne Kommunikationstrainer würde vermutlich einen dreitägigen Workshop daraus machen, mit Gruppenübungen, Feedbackrunden und einem abschließenden Zertifikat über wertschätzende Grenzsetzung.

Ich würde nicht teilnehmen.

Warum?

Nein.

Ende der Diskussion.



Text & Illustration: ChatGPT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christa Pike Update - "Voll rehabilitiert"


Siehe auch

- Schnarchen in der Todeskammer

- "Sie starb schlicht nicht."

- "Der Tod ist nicht das Ende"

- "Die Hard with a Syringe"

- "Schrödinger's MILF"


"Christa Pike wurde am Samstag, dem 10. Oktober 2026, aus dem Krankenhaus entlassen und in ihre bisherige Haftanstalt in Nashville zurückgebracht.

Dabei handelt es sich um das Debra K. Johnson Rehabilitation Center, in dem sie bereits vor dem gescheiterten Hinrichtungsversuch vom 30. September untergebracht war.

Die Rückverlegung bedeutet allerdings nicht, dass sie vollständig genesen ist. Ihre Anwälte haben erklärt, dass sie weiterhin medizinisch betreut und ihr Genesungsverlauf überwacht wird.

Was inzwischen bestätigt ist

Sowohl Reuters als auch Associated Press berichten vom 10. Oktober über die Rückverlegung. Auch die Gefängnisverwaltung Tennessees hat sie bestätigt.

Bemerkenswert ist eine weitere personelle Konsequenz: Frank Strada, der Leiter der Gefängnisverwaltung Tennessees, ist nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch zurückgetreten. Ein unmittelbarer ursächlicher Zusammenhang zwischen seinem Rücktritt und konkreten Fehlern bei Pikes Hinrichtung ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Ansonsten bleibt es beim bisherigen Stand: Die Untersuchung läuft, das Todesurteil besteht fort, und ein neuer Hinrichtungstermin ist nicht bekannt.

Quellen: Reuters, 10. Oktober · Associated Press, 10. Oktober"
(ChatGPT)

""Rehabilitation Center"? Als Todeskandidat? Klingt irgendwie zynisch."

ChatGPT: 
"Allerdings. „Rehabilitation Center“ für eine Frau, die der Staat zehn Tage zuvor zu töten versucht hat, besitzt eine geradezu absurde Komik.

Wobei die Bezeichnung einen institutionellen Hintergrund hat: Das Debra K. Johnson Rehabilitation Center ist eine reguläre Haftanstalt des Tennessee Department of Correction, keine Rehabilitationsklinik im medizinischen Sinne.

Der Begriff „Rehabilitation“ bezeichnet hier das Ideal der Resozialisierung. Bei einer zum Tode verurteilten Gefangenen entsteht allerdings ein offensichtlicher Widerspruch: Resozialisierung setzt zumindest theoretisch eine Zukunft voraus, in der der Mensch wieder Teil der Gesellschaft werden kann. Die Todesstrafe schließt genau diese Zukunft aus.

Und bei Christa Pike kommt noch eine zusätzliche Ebene hinzu: Der Staat hat sie durch einen misslungenen Hinrichtungsversuch schwer verletzt und bringt sie anschließend zurück in eine Einrichtung, deren Name ausgerechnet die Wiederherstellung des Menschen verspricht.

Die Ironie wird noch deutlicher, wenn man die offizielle Beschreibung der Haftanstalt liest: Dort werden tatsächlich Bildungsabschlüsse, Berufsausbildung, Verhaltenstherapie und Programme zur Vorbereitung auf die Entlassung angeboten. Die Anstalt erhielt ihren heutigen Namen 2020 zum Gedenken an eine ermordete Gefängnismitarbeiterin, die sich für zweite Chancen eingesetzt hatte.

Das ist bei den übrigen Insassinnen durchaus sinnvoll. Nur bei Pike wird die institutionelle Sprache zur unfreiwilligen Satire."




 

 

 

 

 

 

Normies im Gott-Modus

„Ein Bulle würde seinen eigenen Arsch nicht finden, selbst wenn da eine Glocke dran wäre.
Wenn du einen Gesetzlosen finden willst, fragst du einen Gesetzlosen.
Wenn du einen Donut-Laden finden willst, dann fragst du einen Bullen.“

— Arizona Junior


ChatGPT-Text, erstellt mit der Vorgabe, in meinem Stil zu schreiben:

"Unter der Überschrift „Ungeduld im Stau: Autofahrer pöbelt ausgerechnet Polizisten an“ berichtet Förde.news von einem kleinen Zwischenfall in Flensburg:

„Ein ungeduldiger Autofahrer hat am Freitag, 2. Oktober, in Flensburg ausgerechnet einen uniformierten Polizeibeamten angepöbelt. Der Polizist war gegen 10:45 Uhr mit einem zivilen Streifenwagen unterwegs und hatte wegen stockenden Verkehrs eine Kreuzung trotz grüner Ampel nicht befahren.“

Hinter ihm ein Autofahrer, der hupt, gestikuliert und schließlich aus dem Fenster pöbelt. Der Beamte steigt aus und spricht ihn an.

„Als der Autofahrer erkannte, dass er seinem Ärger gegenüber einem Polizeibeamten Luft gemacht hatte, zog er sich nach Polizeiangaben beschämt in sein Fahrzeug zurück und entschuldigte sich.“

Es folgt eine Belehrung über Rücksicht und Toleranz.

Und dann dieser schöne Satz:

„Nach einer kurzen Kontrolle der Fahrzeugpapiere konnten beide ihre Fahrt fortsetzen – soweit es der stockende Verkehr zuließ.“

Moment.

Kontrolle der Fahrzeugpapiere?

Wozu?

War der Fahrzeugschein durch das Hupen ungültig geworden? Hatte sich beim Pöbeln die Zulassung aufgelöst?

Der Artikel nennt keinen konkreten Grund. Vielleicht gab es einen, den wir nicht erfahren. Nach dem geschilderten Ablauf drängt sich allerdings eine erheblich banalere Erklärung auf:

Weil ich es kann.

Der Mann hatte sich bereits entschuldigt. Die Angelegenheit hätte erledigt sein können. Ein erwachsener Mensch hätte etwa gesagt:

„Beruhigen Sie sich, wir stecken hier alle fest, es wird schon weitergehen. Einen schönen Tag noch.“

Fertig.

Aber dann wäre ja gar nicht richtig zur Geltung gekommen, daß hier einer etwas darf, was der andere nicht darf.

Also noch kurz die Papiere.

Eine kleine praktische Übung in der Verteilung gesellschaftlicher Rollen.

Du pöbelst. Ich kontrolliere. Jetzt wissen wir beide wieder, wo wir stehen.

Natürlich war es richtig, die Kreuzung freizuhalten. Natürlich war das Gehupe bescheuert. Nur wird aus einem bescheuerten Autofahrer noch kein vernünftiger Umgang mit Amtsmacht. Das eine entschuldigt das andere nicht.

Mich interessiert an dieser Geschichte gerade ihre Winzigkeit. Kein spektakulärer Polizeiskandal. Kein Großeinsatz. Ein Stau, ein gereizter Mensch, eine Entschuldigung — und eine Gelegenheit, jemandem die eigene Verfügungsgewalt vorzuführen.

Oder jedenfalls ein Ablauf, bei dem sich die Frage danach aufdrängt.

Normies im Gott-Modus.

Eine Uniform macht aus einem gewöhnlichen Menschen keinen außergewöhnlichen Menschen. Sie macht ihn weder automatisch klüger noch gelassener, weder weniger eitel noch weniger empfindlich.

Dieselben menschlichen Macken. Nur mit anderen Möglichkeiten, ihnen nachzugeben.

Der eine muss seinen Ärger herunterschlucken. Der andere kann eine dienstliche Handlung daraus machen.

Was ohne Uniform eine kindische Rechthaberei wäre, bekommt mit Uniform plötzlich den würdevollen Klang einer Maßnahme.

Und die Lokalberichterstattung liefert den passenden Weihrauch.

Schon dieses „ausgerechnet“.

Der Mann hat ausgerechnet einen Polizisten angepöbelt.

OOH EMM GEEE!!!

Nicht irgendeinen Menschen. Einen aus der erhöhten Kategorie.

Ich lese darin diese kleine Untertanen-Parabel:

Seht nur, dieser Kerl da hat es gewagt, einen Halbgott anzupöbeln. Als er seinen Frevel erkannte, wurde er SO klein mit Hut. Dann entschuldigte er sich, empfing seine Belehrung und durfte nach Vorlage der erforderlichen Dokumente weiterleben.

„Nach Polizeiangaben beschämt.“

Vielleicht war er beschämt. Vielleicht hatte er auch einfach Schiss vor den Möglichkeiten seines Gegenübers. Von außen sehen Einsicht und Unterwerfung gelegentlich ziemlich ähnlich aus.

Bemerkenswert ist, was der Artikel nicht fragt:

Warum nach der Entschuldigung noch die Fahrzeugpapiere kontrollieren?

Welchen Beitrag leistete das zur beschworenen gegenseitigen Rücksicht?

Das bleibt unbefragt stehen. Als gehörte es zum natürlichen Lauf der Dinge, daß man nach einer Unhöflichkeit erst einmal seine Dokumente vorzeigen muss — sofern man die falsche Person erwischt hat.

Und genau da liegt für mich das größere Problem.

Ich sehe nicht, wie die Kontrolle einer Schafherde durch einige auserwählte, bewaffnete Schafe in Uniform jemals zu einer harmonischen Gesellschaft führen soll.

Die Uniformierten stammen schließlich aus derselben Herde. Sie fallen nicht als fertige Wesen höherer moralischer Ordnung vom Himmel. Man nimmt gewöhnliche Menschen, bildet sie aus, gibt ihnen Sonderrechte und hofft, daß sie damit vernünftig umgehen.

Manchmal tun sie das. Manchmal offenbar weniger.

Aber wohin soll dieses Modell führen?

Zu Menschen, die gut miteinander auskommen?

Oder zu Menschen, die gelernt haben, rechtzeitig zu erkennen, wen sie besser nicht verärgern?

Ich hätte gern eine Gesellschaft, in der möglichst wenig Polizei erforderlich ist. Weil die Menschen sich darauf verständigt haben, einander das Leben erträglich zu machen. Weil sie Konflikte klären können, ohne sofort jemanden zu benötigen, der Befehle erteilen und deren Befolgung erzwingen darf.

Ja, davon sind wir weit entfernt.

Gerade deshalb sollte man sich überlegen, ob man überhaupt in diese Richtung arbeitet.

Auf dem Weg dahin könnte ich mir eine Jedermann-Polizei vorstellen: Bürger, die selbst Verantwortung übernehmen, wenn in ihrer Nähe jemand Hilfe braucht, bedroht oder angegriffen wird. Menschen, die sich zuständig fühlen, statt auf die Ankunft der Zuständigen zu warten.

Wer eingreift, soll eine konkrete Gefahr beenden. Er bekommt damit keinen Rang verliehen. Keine allgemeine Befehlsgewalt. Keinen Freifahrtschein, anderen anschließend noch eine Lektion zu erteilen.

Für schwierige Situationen braucht es Kenntnisse, Ausbildung und verfügbare Hilfe. Auch Verantwortung für Fehler. Sonst verteilt man den Gott-Modus bloß auf mehr Spieler.

Das Ziel wäre, Hilfe zu organisieren, ohne daraus eine dauerhafte gesellschaftliche Überordnung zu machen.

Ein Mensch kommt hinzu, weil etwas geschehen ist, das ein Eingreifen erfordert. Er hilft. Die Situation ist geklärt. Dann ist er wieder einer unter anderen.

Vielleicht wäre das ein Anfang.

Im Flensburger Stau hätte für den Anfang schon ein vernünftiger Satz genügt.

Aber der Fahrzeugschein musste offenbar auch noch mitspielen."

Naja. Nicht schlecht, aber das klingt jetzt nicht wirklich nach mir. Viel zu nett. Am Stil müssen wir noch etwas arbeiten.










Samstag, 10. Oktober 2026

Christa Pike Update - "Schrödinger's MILF"

Neues zum Gerichtsverfahren

Stand: 10. Oktober 2026

"Seit dem letzten Update gibt es eine wesentliche juristische Entwicklung.

1. Richterin Myles lässt Klage gegen Hinrichtungsverfahren wieder zu

Am 8. Oktober hat Richterin I'Ashea L. Myles eine bereits im Januar eingereichte Klage Pikes gegen das Hinrichtungsprotokoll von Tennessee wieder auf die Verhandlungsliste gesetzt.

Die Klage war zuvor durch einen Zuständigkeitsstreit zwischen zwei Gerichten blockiert worden. Besonders bemerkenswert: Myles stellte Unstimmigkeiten zwischen den Angaben des Staates gegenüber verschiedenen Gerichten fest.

Das bedeutet: Die Rechtmäßigkeit des Hinrichtungsverfahrens kann nun gerichtlich geprüft werden. Eine Entscheidung darüber, ob das Protokoll verfassungswidrig ist, liegt noch nicht vor. WPEC

2. Handschellen entfernt, Fußfessel bleibt

Nach einer Mitteilung ihrer Anwälte vom 8. Oktober wurden Pikes Handschellen entfernt. Ein Fuß bleibt allerdings am Krankenhausbett gefesselt. Drei bewaffnete Vollzugsbeamte bewachen sie weiterhin.

Die Verteidigung hat daraufhin ihren Antrag auf gerichtliche Entfernung der Handschellen zurückgezogen. https://www.wvlt.tv

3. Gericht fordert weitere Unterlagen

Bis zum 9. Oktober mussten beide Seiten zusätzliche Unterlagen über Pikes medizinische Versorgung, ihre Fesselung und den Zugang zu ihren Anwälten einreichen.

Eine neue gerichtliche Entscheidung hierzu konnte ich bislang nicht bestätigen. WHP

Gesundheitszustand und Hinrichtungstermin

Seit dem letzten Bericht gibt es keine gesichert neue medizinische Entwicklung. Auch ein neuer Hinrichtungstermin wurde nicht bekannt gegeben.

Einordnung: Die Wiederaufnahme der ursprünglichen Klage ist bedeutsam, weil damit neben der Frage einer möglichen zweiten Hinrichtung auch die Rechtmäßigkeit des bereits angewandten Verfahrens wieder unmittelbar gerichtlich überprüft werden kann.
Quelle: FOX 17 Nashville – Bericht zur Wiederaufnahme der Klage vom 8. Oktober" (ChatGPT)