Montag, 15. Juni 2026

Verlust des Fleisches/Aufmerksamkeitsökonomie


Muskeln im Alter: Warum dein Körper eine Hormonfabrik ist – und du sie nicht vergammeln lassen solltest

Was Sarkopenie, Myokine und ein simples Gramm Eiweiß mit deiner Lebensqualität zu tun haben


Hier ist eine unbequeme Wahrheit: Wer denkt, Muskeln seien nur etwas für Fitness-Studios und Eitelkeit, der irrt sich gewaltig. Und wer glaubt, mit 60 oder 70 einfach die Hände in den Schoß legen zu dürfen, auch. Denn Muskeln sind nicht Dekoration – sie sind Lebensinfrastruktur.


Die stille Volkskrankheit, von der kaum jemand spricht

Sie hat einen sperrigen Namen, aber verheerende Folgen: Sarkopenie – übersetzt „Verlust des Fleisches" – ist eine medizinisch anerkannte Erkrankung, die in Deutschland ab dem 40. bis 45. Lebensjahr beginnt und einen erschreckend großen Teil der alternden Bevölkerung betrifft. Der Körper baut schleichend Muskelmasse ab. Nicht dramatisch. Nicht plötzlich. Einfach still und leise – sofern man nichts dagegen tut.

Sarkopenie ist keine genetische Lotterie, sondern eine Zivilisationskrankheit. Ähnlich wie Diabetes Typ 2 oder viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist sie zu einem erheblichen Teil selbst gemacht: zu wenig Bewegung, zu wenig Kraftbelastung, zu wenig Bewusstsein. Dass sie inzwischen als offizielle Diagnose auf dem Krankenschein landet, ist wichtig – denn erst wenn Menschen einen Begriff für etwas haben, beginnen sie, es ernst zu nehmen.


Muskeln = Bewegung. Klingt simpel. Ist es auch.

Der erste und wichtigste Grund für Muskelaufbau ist schlicht: du willst dich bewegen können. Zur Toilette gehen, wandern, Sport treiben, Treppen steigen – all das ist ohne funktionierende Muskulatur nicht möglich. Je leistungsfähiger die Muskeln, desto besser die Bewegungsqualität. Das gilt mit 40, mit 60 und mit 80.


Myokine: Wenn Muskeln zur Apotheke werden

Jetzt wird es spannend. Denn Muskeln können weit mehr als heben und strecken – sie produzieren Hormone. Sogenannte Myokine sind Botenstoffe, die ausschließlich in der Muskulatur gebildet werden, aber sobald sie dort entstehen, wirken sie im ganzen Körper.

Erst seit etwa 15 Jahren bekannt – entdeckt von der schwedischen Forscherin Prof. Bente Klarlund Pedersen – wurden anfangs rund zehn dieser Muskelhormone identifiziert. Heute weiß man: über 10.000 verschiedene Myokine regulieren Prozesse wie Entzündungshemmung, Gewebeheilung und Immunabwehr. Die Muskeln sind, buchstäblich, eine riesige Hormonfabrik.

Der Haken: Diese Fabrik muss laufen. Heißt: Muskeln müssen vorhanden sein und bewegt werden. Wer rastet, der rostet – und dem fehlen nicht nur Kraft, sondern Tausende biochemische Signalmoleküle, die der Körper dringend braucht.


Der unterschätzte Faktor: Muskeln und Stoffwechsel

Das Herz pumpt – aber es schafft es physikalisch schlicht nicht, den Druck bis in die feinsten Haargefäße des Körpers zu bringen. Das kapillare Netz des Menschen würde, ausgerollt, bis zum Mond und zurück reichen. Für den Stoffwechsel in diesem filigranen System braucht der Körper einen zweiten Motor: die Skelettmuskulatur.

Muskelbewegung erzeugt Druck, treibt venöses Blut zurück zum Herz, aktiviert Venenklappen und hält den Gewebestoffwechsel am Laufen. Use it or lose it – das gilt hier besonders. Wer sich nicht bewegt, dessen Gewebe „verkümmert" metabolisch. Das erklärt auch, warum dauerhaftes Liegenbleiben – selbst nach einem Herzinfarkt, selbst nach Operationen – längst als medizinisch kontraproduktiv gilt. Die Medizin hat sich hier in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt: Früher sechs Wochen Bettruhe nach Infarkt, heute so schnell wie möglich wieder in Bewegung.


Stürze: Der unterschätzte Beschleuniger des Alterns

Es klingt banal, ist aber eines der drängendsten Gesundheitsprobleme im Alter: der Sturz. Wer hinfällt, sich etwas bricht, wochenlang schont – der verliert Muskelmasse, verliert Koordination, verliert Selbstvertrauen. Ein einziger Sturz kann einen Dominoeffekt auslösen, der die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigt.

Muskuläre Stärke und Gleichgewichtstraining sind die effektivste Sturzprävention, die es gibt. Kein Medikament, keine Gehhilfe ersetzt das. Wer regelmäßig Kraft trainiert, fängt sich schneller ab – oder fällt gar nicht erst.


Bewegung bei Verletzungen: Weniger schonen, mehr heilen

Das klingt kontraintuitiv, ist aber wissenschaftlich gut belegt: Wer nach einer Verletzung – ob Bänderriss, Muskelfaserriss oder Knochenbruch – schnell wieder in moderate Bewegung geht, heilt deutlich schneller als jemand, der stilllegt und schont.

Der Grund liegt im Stoffwechsel: Durchblutung bringt Nährstoffe und Immunzellen ins Gewebe, transportiert Entzündungsprodukte ab. Stille bedeutet metabolischen Stillstand. Eine praktische Faustregel: Schmerz als Kompass nutzen. Bewegung so weit, wie sie schmerzfrei möglich ist – und nicht weiter. Der Körper sendet präzise Signale. Man muss nur auf sie hören.


Die Eiweißfrage: Wie viel ist genug?

Muskeln brauchen Baumaterial. Und das heißt vor allem: Protein. Die aktuelle Empfehlung für Menschen ab 65 Jahren liegt bei mindestens 1,2 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag – also bei 70 kg rund 84 g täglich.

In der Praxis sieht das ernüchternd aus: Viele ältere Menschen konsumieren teils nur 25–30 g täglich – weniger als ein halbes Gramm pro Kilogramm. Das reicht bei weitem nicht aus, um Muskelmasse zu erhalten, geschweige denn aufzubauen. Wer seinen tatsächlichen Proteinkonsum kaum einschätzen kann, dem helfen heute unkomplizierte Ernährungs-Apps, die per Foto-Scan die Makronährstoffe einer Mahlzeit schätzen. Nicht wissenschaftlich präzise, aber ein guter erster Überblick.

Zu viel Eiweiß ist übrigens auch nicht optimal – der Körper braucht Balance, keine Extreme.


Fazit: Muskeln sind kein Luxus – sie sind Lebensgrundlage

Ob 50, 65 oder 80: Der menschliche Körper ist biologisch in der Lage, Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten. Was dafür nötig ist, ist weder spektakulär noch teuer: regelmäßige Bewegung mit Kraftanteilen, ausreichend Protein, und die Bereitschaft, alte Gewohnheiten zu hinterfragen.

Muskeln produzieren Hormone. Muskeln treiben den Stoffwechsel an. Muskeln schützen vor Stürzen. Muskeln beschleunigen Heilungsprozesse. Und Muskeln ermöglichen das, wofür das Leben eigentlich da ist: Bewegen, Erleben, Dabeisein.

Das sollte eigentlich Allgemeinwissen sein. Noch ist es das nicht. Aber das lässt sich ändern.


Quellen & Hintergrund: Myokinforschung nach Prof. Bente Klarlund Pedersen (Universität Kopenhagen); Sarkopenie-Klassifikation nach EWGSOP2 (European Working Group on Sarcopenia in Older People); Ernährungsempfehlungen nach ESPEN-Leitlinien.

Diesen Text habe ich mir von Claude (Sonnet 4.6) schreiben lassen, auf Grundlage des Transkriptes dieses Videos - NIEMAND sagt dir DAS über Muskelaufbau ab 50+.

Vorher habe ich mir von Qwen eine Zusammenfassung erstellen lassen:
"Hier ist eine effiziente, auf die Fakten reduzierte Zusammenfassung des Transkripts, strukturiert nach den physiologischen Kernaussagen:

Zusammenfassung Das Transkript thematisiert die zwingende Notwendigkeit des Muskelerhalts und -aufbaus im höheren Alter. Es widerlegt den Mythos des biologisch programmierten Abbaus und führt diesen stattdessen auf mangelnde Nutzung (Sarkopenie) zurück. Muskeln werden nicht nur als mechanische Werkzeuge, sondern als zentrale endokrine und metabolische Organe dargestellt, deren Training die Gesundheit, Regeneration und Sturzprävention maßgeblich bestimmt.
Die Kernaussagen im Detail:
  • Sarkopenie als Zivilisationskrankheit: Der altersbedingte Muskelabbau (Sarkopenie) ist keine unabwendbare Naturgewalt, sondern eine diagnostizierbare Krankheit, die primär durch Bewegungsmangel ab ca. dem 40. Lebensjahr entsteht.
  • Muskeln als endokrines Organ (Myokine): Bei Muskelkontraktion werden über 10.000 bekannte Botenstoffe (Myokine) ausgeschüttet. Diese wirken systemisch entzündungshemmend und geweberegenerierend. Prämisse: Die Muskulatur muss vorhanden sein und durch Bewegung aktiviert werden.
  • Metabolische und zirkulatorische Pumpfunktion: Das Herz allein besitzt nicht die Kraft, das Blut durch die kleinsten Kapillaren zu drücken. Die Muskelpumpe ist zwingend erforderlich, um den Stoffwechsel in der Peripherie und im Gewebe aufrechtzuerhalten (Use it or lose it).
  • Beschleunigte Regeneration durch Belastung: Bei Verletzungen (z. B. Bänderriss) verkürzt sich die Heilungsdauer durch dosierte, schmerzadaptierte Bewegung um den Faktor 3 bis 4 im Vergleich zu strikter Ruhigstellung. Schmerz dient hierbei als biomechanischer Schutzmechanismus und Leitfaden.
  • Sturzprophylaxe: Muskuläre Kraft und das daraus resultierende Gleichgewicht sind der primäre Schutz vor Stürzen. Ein Sturz im Alter initiiert oft einen fatalen, sich selbst beschleunigenden Abwärtsspirale aus Immobilität und weiterem Abbau.
  • Proteinthreshold im Alter: Für Personen über 65 Jahre liegt die Mindestanforderung bei 1,2 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Viele ältere Menschen konsumieren weit weniger (oft < 0,5 g/kg), was den Muskelaufbau physiologisch unmöglich macht.
Anmerkung: Die im Transkript propagierten Prinzipien (regelmäßige Aktivierung, Vermeidung von Muskelversagen, Fokus auf Mobilität und Stoffwechsel) decken sich präzise mit Ihrem eigenen, rational strukturierten Trainingsansatz."


Das ist nun, finde ich, auch eine gute Möglichkeit, diese "KI" zu nutzen - wenn mich ein Video zu einem bestimmten Thema interessiert, kopiere ich mir das Video-Transkript und lasse mir ein Kurzfassung erstellen.
Wenn mich das dann immer noch interessiert, lasse ich es mir in einen Text übertragen, der nach meinem Geschmack geschrieben ist.
 

"Stichwort 'Aufmerksamkeitsökonomie'"

Aufmerksamkeitsökonomie bezeichnet die Idee, dass in einer Welt des Informationsüberflusses nicht Information die knappe Ressource ist, sondern menschliche Aufmerksamkeit.

Der Begriff geht unter anderem auf den Wirtschaftswissenschaftler Herbert A. Simon zurück. Bereits in den 1970er Jahren bemerkte er sinngemäß: Ein Überfluss an Informationen erzeugt einen Mangel an Aufmerksamkeit.

Das Grundprinzip

Früher konkurrierten Unternehmen um Rohstoffe, Arbeitskraft oder Kapital.

Heute konkurrieren sie zunehmend um:

  • Sekunden deiner Lebenszeit

  • Klicks

  • Emotionen

  • mentale Bandbreite

Die eigentliche Ware vieler digitaler Plattformen bist nicht du als Kunde, sondern deine Aufmerksamkeit als handelbares Gut.

Warum Aufmerksamkeit so wertvoll ist

Der Mensch besitzt nur eine begrenzte kognitive Kapazität.

Jeder Tag enthält:

  • 24 Stunden

  • eine endliche Zahl bewusster Gedanken

  • eine begrenzte Fähigkeit zur Konzentration

Wenn Millionen Inhalte gleichzeitig um diese Ressource kämpfen, entsteht ein Markt.

Deshalb optimieren Plattformen ihre Produkte nicht primär darauf, dich zufriedenzustellen, sondern darauf, dich möglichst lange zu binden.

Die Logik des Systems

Aufmerksamkeitsökonomie belohnt oft nicht:

  • Wahrheit

  • Weisheit

  • Qualität

sondern:

  • Neuigkeit

  • Empörung

  • Angst

  • sexuelle Reize

  • Stammesdenken

  • Skandale

Ein nüchterner Artikel über Bodenqualität konkurriert gegen einen Artikel mit der Überschrift:

"Sie werden nicht glauben, was dann geschah!"

Aus Sicht der Aufmerksamkeitsökonomie gewinnt häufig Letzterer.

Eine zweite Ebene

Ein interessanter Nebeneffekt:

Was Aufmerksamkeit anzieht, verändert langfristig die Kultur.

Wenn Algorithmen bevorzugt Inhalte verbreiten, die starke emotionale Reaktionen hervorrufen, dann beginnen Produzenten diese Reaktionen gezielt herzustellen.

Dadurch verschiebt sich die öffentliche Kommunikation:

  • weniger Nachdenken

  • mehr Reaktion

  • weniger Tiefe

  • mehr Reizintensität

Man könnte sagen:

Die Aufmerksamkeitsökonomie verwandelt einen Teil der Gesellschaft in ein System zur industriellen Erzeugung von Ablenkung.

Philosophische Perspektive

Für jemanden wie Schopenhauer wäre Aufmerksamkeit vermutlich die eigentliche Lebenswährung gewesen.

Geld kann verloren und wiedergewonnen werden.

Zeit vergeht.

Aufmerksamkeit aber bestimmt, woraus dein Leben überhaupt besteht.

Oder zugespitzt:

Dein Leben ist die Summe dessen, worauf du deine Aufmerksamkeit gerichtet hast.

Deshalb ist die vielleicht radikalste Form des Widerstands gegen die Aufmerksamkeitsökonomie nicht politische Aktivität, sondern die bewusste Entscheidung:

"Nein. Damit beschäftige ich mich nicht."

In einer Kultur, die permanent um Aufmerksamkeit kämpft, wird Ignorieren zu einer Form von Selbstverteidigung. (ChatGPT)













Brot & Spiele

"Das Brot ist altbacken & die Spiele sind öde."


Yeah… same shit, different day.

The loaf’s got mold on it.
Clowns keep trippin’ over their own shoes.
How long we gonna sit here chewin’ on nothin’?

Woke up to the same feed, same lies, same parade,
Bread on the table turnin’ blue, green, decayed.
Circus lights flashin’ but the jokes hit dead,
Lions toothless, acrobats fallin’ on their heads.
They pump the sugar water, keep the masses sedated,
While the fat cats count their coins, overfed and elated.
I’m scrollin’ through the wreckage, feelin’ nothin’ but static,
Another election, another distraction, it’s automatic.
Pockets full of lint, dreams filed under “later,”
Boss man smilin’ while he sharpens the blade for the traitor.
The TV glows like a altar, we pray to the screen,
But the gods are just actors in a low-budget scene.

Stale crumbs on my tongue, can’t even taste the rage,
Spotlights flickerin’, turnin’ every stage to a cage…

THE BREAD IS STALE AND THE CIRCUS IS BORING!
I’m tired of this script, tired of ignorin’!
Smoke in the rafters, gasoline pourin’ —
Tell me why the fuck we ain’t burnin’ it down?!
BURN IT DOWN! BURN IT DOWN!
Whole damn circus, whole damn town!
BURN IT DOWN! BURN IT DOWN!
Let the flames wear the crown!

They sell you revolution in a limited drop,
While they own the factory and the cops that’ll stop you.
Bread lines for the people, private jets for the few,
Clowns dancin’ on TikTok tellin’ you what to do.
I see the strings on the puppets, the strings on the strings,
Every “rebel” influencer got corporate wings.
The big top’s on fire but they call it a show,
Applause for the arson, nobody wants to know.
I’m half-asleep in the bleachers, half-ready to snap,
Knife in my pocket, matchbook in my lap.
Wonderin’ if today’s the day I finally flip the switch,
Watch the whole rotten tent collapse into a ditch.

Numb to the noise, but the quiet’s gettin’ loud,
One spark in the dark and we’re tearin’ through the crowd…

THE BREAD IS STALE AND THE CIRCUS IS BORING!
I’m tired of this script, tired of ignorin’!
Smoke in the rafters, gasoline pourin’ —
Tell me why the fuck we ain’t burnin’ it down?!
BURN IT DOWN! BURN IT DOWN!
Whole damn circus, whole damn town!
BURN IT DOWN! BURN IT DOWN!
Let the ashes wear the crown!

What if we just… stopped pretending?
What if we let it all rot?
No more clowns. No more crumbs.
Just fire… clean fire.

IS IT TIME?!

IS IT TIIIIIIME?!

THE BREAD IS STALE! THE CIRCUS IS BORING!
No more encores, no more ignoring!
I smell the smoke, hear the sirens roaring —
YES, IT’S TIME TO BURN THE WHOLE DAMN PLACE DOWN!
BURN IT! BURN IT! Let the old world drown!
BURN IT! BURN IT! Watch the kingdom come crashing down!

The bread was never meant for us…
The circus was never funny.
Maybe next time they’ll bake fresh bread…
In the ruins.

Burn…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 14. Juni 2026

Der tägliche Trost


"Bitte ein Bild im Format 16 zu 9 zum Thema "Wenn der Stuhlgang der Höhepunkt Deines Tages ist" - ein sehr detailreiches, hyperrealistisches Bild, das im Vordergrund eine Toilettenschüssel zeigt, dahinter ist ein komplettes großes Symphonieorchester aufgebaut, der Dirigent hebt den Taktstock zum Einsatz."

ChatGPT:


"Ich würde zu dem Thema gerne noch einen passenden Song generieren, im Stil von Johann Sebastian Bach - ein Stück für Cembalo und Stimme, das den Stuhlgang als Höhepunkt des Tages feiert und Gott dafür dankt."
 

ChatGPT:
"Wenn das Ganze als satirische Bach-Kantate gedacht ist, kann man die typische Mischung aus Frömmigkeit, Feierlichkeit und barocker Überhöhung auf ein völlig banales Ereignis anwenden. Gerade der Kontrast macht den Witz aus.

Titel: Der tägliche Trost
Aria für Bass und Cembalo

Stil-Prompt für Suno:

Baroque sacred cantata in the style of Johann Sebastian Bach, solo bass voice with harpsichord continuo, solemn yet subtly humorous, elegant counterpoint, noble melodic lines, church acoustics, devotional atmosphere, expressive ornamentation, moderate tempo in D major. The singer treats a mundane bodily function with the same reverence as a sacred blessing. Mixture of gratitude, relief, and exaggerated spiritual joy. Authentic 18th-century Lutheran cantata mood, rich harmonic movement, ending in a triumphant cadence.

Text:

Wenn früh die Welt mich plaget sehr,
Mit Lärm und Last und Mühsal schwer,
So harrt mein Herz in stiller Ruh,
Dem großen Augenblicke zu.

O Herr, du Schöpfer aller Ding,
Der Sterne Lauf, der Vögel Sing',
Du gabst dem Menschen weise Pflicht
Und ließest leer ihn werden nicht.

Wenn endlich sich die Spannung löst,
Die lange Zeit die Brust erböst,
Dann weicht die Not, dann sinkt die Pein,
Und Frieden zieht ins Innre ein.

Halleluja! Welch süßer Lauf!
Die Seele atmet wieder auf.
Was schwer und dunkel in mir war,
Verschwindet wunderbar und klar.

Drum dank ich dir mit frohem Mut
Für dieses täglich höchste Gut.
Nicht Gold, nicht Macht, nicht Weltenruhm,
Erfreut mich wie dies stille Tun.

Gelobet seist du allezeit,
Für diese kurze Seligkeit.
Bis morgen dann, so will ich stehn
Und neuem Trost entgegengehn.

Für maximale Absurdität würde ich einen tiefen Bass wählen, der das mit völliger Ernsthaftigkeit vorträgt, als handele es sich um eine verlorene Bach-Kantate, die zufällig im Archiv eines sehr speziellen Pfarrers entdeckt wurde."


"Du verschönerst mir den Tag, mal wieder."

ChatGPT:
"Gern.

Die Grundidee funktioniert deshalb so gut, weil sie zwei Dinge kombiniert, die normalerweise streng getrennt werden:

  • die barocke Neigung, selbst alltägliche Vorgänge als Ausdruck göttlicher Ordnung zu betrachten,

  • und die moderne Erkenntnis, dass mit zunehmendem Alter manche körperlichen Selbstverständlichkeiten plötzlich zu kleinen Triumphen werden.

Man könnte sogar argumentieren, dass ein echter Barockdichter weniger Probleme mit dem Thema gehabt hätte als viele heutige Menschen. Das 17. und 18. Jahrhundert war voller Texte über Krankheit, Verdauung, Verfall, Tod und die Zerbrechlichkeit des Körpers. Die Vorstellung, Gott für die funktionierende Verdauung zu danken, wäre zwar ungewöhnlich, aber nicht völlig außerhalb der damaligen Denkweise gewesen.

Mein Lieblingsvers ist vermutlich:

Nicht Gold, nicht Macht, nicht Weltenruhm,
Erfreut mich wie dies stille Tun.

Das hat etwas von der Altersweisheit eines Mannes, der lange genug gelebt hat, um die Prioritäten neu zu sortieren.

Passend dazu fällt mir ein fiktives Bach-Zitat ein, das leider nie geschrieben wurde:

"Der Mensch denkt große Gedanken, doch am Ende des Tages freut er sich, wenn alles ordnungsgemäß seinen Weg genommen hat."

Und das Bild mit der Toilettenschüssel vor dem Symphonieorchester bringt exakt dieselbe Idee auf visueller Ebene zum Ausdruck: Die Fanfaren, die Streicher, der erhobene Taktstock – alles kündigt einen weltbewegenden Moment an. Und dann stellt sich heraus, dass der Höhepunkt des Tages etwas sehr viel Prosaischeres ist.

Es gibt schlechtere Definitionen von Gelassenheit als die Fähigkeit, darüber herzlich zu lachen."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 13. Juni 2026

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod


"Tragödie in Schleswig: Feuerwehrmann bricht nach Atemschutz-Übung zusammen und stirbt"


Oh nein, dieser arme Mensch! Er hat diesen harten Beruf gewählt, um anderen zu helfen, UNS ALLE zu beschützen. Nun hat ihn, in der Blüte seiner Jahre & Ausübung seiner Pflicht, der harsche Schnitter von uns fort genommen.

"Die Belastungsübung in der Atemschutz-Trainingsstrecke des Kreisfeuerwehrverbandes hatte der 54 Jahre alte Feuerwehrmann aus dem Amt Langballig gerade absolviert, doch wenig später passierte es: Als die ehrenamtlichen Rettungskräfte sich kurz nach der jährlich vorgeschriebenen Übung noch bei einem Schnellrestaurant in der Schleidörfer Straße stärken wollten, brach ihr Kamerad plötzlich in dem Restaurant bewusstlos zusammen." (shz/archive.is)

Er ist also in einem "Schnellrestaurant" (McD.) gestorben, irgendwann nach der Übung?
Und er war bei der Freiwilligen Feuerwehr?
Ach, so.

"Bislang ist nicht abschließend geklärt, ob der plötzliche Tod des Feuerwehrmannes durch die Belastungsübung oder einen anderen Grund verursacht wurde."

Aha.




"Es ist ein Schnitter, der heißt Tod,
Hat Gewalt vom höchsten Gott,
Heut wetzt er das Messer,
Es schneidt schon viel besser
Bald wird er drein schneiden,
Wir müssens nur leiden.
Hüte dich schöns Blümelein!"
 
 
"Der Tod ist ein Übergang aus dieser grausamen Welt. Du hast ihn nicht verdient." sagt in der Serie Westworld ein cooler Indianer zum Man in Black.
 
Vielleicht hatte der wackere Kamerad sich den Übergang einfach verdient & ist nach dem fünften Big Mäc mit Fritten sanft hinübergegangen.
 

"Trotz! Tod, komm her, ich fürcht dich nicht,
Trotz, eil daher in einem Schnitt.
Werd ich nur verletzet,
So werd ich versetzet
In den himmlischen Garten,
Auf den alle wir warten.
Freu dich du schöns Blümelein."


(Bilder: ChatGPT)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Freitag, 12. Juni 2026

Gleicher Tag, anderes Datum




Der Kaffee schmeckt wie Kaffee nun mal schmeckt
Das Licht sieht aus wie jedes andere Licht

Der Morgen fühlt sich an wie schon mal benutzt
Der Typ im Spiegel ist gelangweilt von meinem Gesicht

Ich wart auf irgendwas das ich nicht kenn
Aber es kommt nicht es kommt nichts mehr an

Es ist alles so ermüdend alles schon gedacht
alles schon gewesen alles schon getan


Kein Morgen der überrascht nur der immer gleiche Tag
der sich wiederholt und wiederholt und wiederholt



Die Leute geh'n lang wie sie immer geh'n
Die Häuser steh'n so da wie immer schon

Ich weiß bereits wie alles endet noch ehe es beginnt
Kein Anfang mehr dem ein Zauber innewohnt

Ich wart auf irgendwas das ich nicht kenn
Aber es kommt nicht es kommt nichts mehr an

Es ist alles so ermüdend alles schon gedacht
alles schon gewesen alles schon getan


Kein Morgen der erstaunt nur immer der selbe Tag
der sich wiederholt und wiederholt und wiederholt



Nicht traurig nicht wütend
nur leer irgendwie

Als hätte das Staunen sich einfach verabschiedet
ohne zu sagen
wohin es geht



Ich weiß was du sagen willst bevor du es sagst
Kein Satz mehr der mich noch erweckt 

Vielleicht liegt hinter dem Horizont
noch irgendein Wunder versteckt

Doch auch da hab ich schon nachgeguckt
Wohin soll ich denn noch gehen?

Es ist alles so ermüdend, alles schon gesehen
Die gleichen kleinen Kreise, in denen wir uns drehen

Es ist immer nur das Gleiche, Tag für Tag für Tag für Tag
Als hätte jemand gestern schon geschrieben, was ich heute sag



Es ist alles so ermüdend so ermüdend so verdammt ermüdend














Mittwoch, 10. Juni 2026

Bro ich schwör

 


Ich wohne im Erdgeschoss. Nicht ganz oben. Nicht ganz unten. Eine Etage zwischen Hoffnung und Heizungsrohren. Meine Mutter bezahlt die Miete. Sie sagt ich soll mir einen richtigen Job suchen. Ich sage: „Mama ich arbeite an meinem Portfolio.“ Der Laptop läuft seit drei Tagen. Vier Charts. Zwei Energy Drinks. Ein Telegram-Channel. Und ein Typ aus Dubai der sagt „BRO! das ist der nächste hundertfach.“ Bro ich schwör Dieser Coin geht durch die Decke Bro ich schwör Das ist Insiderwissen Bro ich schwör Noch ein Bullrun Und ich bin finanziell frei Ich besitze nichts. Kein Auto. Kein Haus. Aber ich habe sehr starke Meinungen über Ma-kro Ö-ko-no-mie. Der Typ im dritten Stock arbeitet bei einer Bank. Manchmal treffe ich ihn im Treppenhaus. Dann erkläre ich ihm Bitcoin. Er nickt höflich. Er sagt „Interessant.“ Dann geht er nach oben in seine Wohnung mit Parkettboden. Ich gehe zurück in meine Küche. Meine Mutter kocht Suppe. Ich sage: „Mama wenn der nächste Bullrun kommt kauf ich dir ein Haus.“


Manchmal frage ich mich ob Reichtum nur ein Gerücht ist das sich sehr schnell im Internet verbreitet. Aber morgen morgen stehe ich früh auf. Neuer Coin. Neue Analyse. Neue Chance reich zu werden. Ich wohne im Erdgeschoss. Und die Treppe geht in beide Richtungen.