""Über der Gemeinde Randa im Walliser Mattertal hängt eine gewaltige Eismasse von 250.000 Tonnen am Hängegletscher Weisshorn Ost – und sie setzt sich in Bewegung.
Der zusammenhängende Eisblock rücke "mit bis zu 20 Zentimetern pro Tag talwärts" und weise dabei eine "ununterbrochene Dynamik" auf, erklärte Norbert Carlen, Ingenieur für Naturgefahren beim Kanton Wallis, gegenüber dem "Walliser Boten", wie "t-online" berichtet.
Zudem bestehe die Möglichkeit, dass der Eisblock nicht als Ganzes, sondern bruchstückweise abbreche, was die Situation entschärfen würde, so Margreth. Milde Temperaturen im November könnten ein solches schrittweises Abbröckeln begünstigen, erklärte Carlen laut "20 Minuten"."
"Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu 62 Prozent gefüllt. Das sind etwa 28 Prozentpunkte weniger als im Mittel der Jahre 2017 bis 2021 (Datenstand: 24.10.2026). "
Hoffentlich macht uns der Klimawandel (den wir mit aller Kraft bekämpfen... äh ... wollen) einen milden Winter, denn ein kalter Winter (wie wir ihn angeblich eigentlich haben wollen), würde unser Kartenhaus von einer Zivilisation gefährden, welches wir voller Vertrauen auf die völlige Berechenbarkeit der Natur hier mal so hingestellt haben. Inshallah!"
ChatGPT:
"Das ist eine bemerkenswerte Ironie: Wir bekämpfen die Erderwärmung und müssen gleichzeitig darauf hoffen, dass es bloß nicht zu kalt wird, weil wir andernfalls Schwierigkeiten bekommen könnten, den Winter zu überstehen.
Und im Wallis hofft man auf milde Temperaturen, damit sich ein Gletscher möglichst gesittet in seine Bestandteile zerlegt, statt als 250.000 Tonnen schweres Gesamtpaket ins Tal zu donnern.
Die Natur hat offenbar unsere politischen Zielvorgaben nicht gelesen.
Zwei Meldungen, ein bemerkenswerter Widerspruch
Die Zahlen stimmen im Wesentlichen:
Deutschland: Am 24. Oktober 2026 waren die Gasspeicher zu rund 61,5 Prozent gefüllt. Das ist tatsächlich ein außergewöhnlich niedriger Wert für diese Jahreszeit. Selbst am gleichen Tag 2021 waren es rund 72 Prozent.
Schweiz: Am Weisshorn bewegt sich die rund 250.000 Tonnen schwere Eismasse mit bis zu 20 Zentimetern täglich. Frischer Schnee könnte bei einem Abbruch mitgerissen werden und die Folgen verschlimmern. Das extremste Szenario einer Lawinen-Kettenreaktion gilt allerdings als unwahrscheinlich. Das bewohnte Gebiet von Randa gilt derzeit nicht als unmittelbar gefährdet.
Der entscheidende Unterschied: In den Alpen sind milde Temperaturen nicht generell vorteilhaft. Sie können in dieser besonderen Situation einen allmählichen Eisabbruch begünstigen, langfristig aber zugleich Gletscher destabilisieren.
Und auch beim Gas bedeutet ein niedriger Speicherstand nicht automatisch Versorgungsausfall. Die Bundesregierung erklärte noch am 20. Oktober, eine Gasmangellage sei nicht absehbar. Sie verwies auf kontinuierliche Pipelineimporte und ergänzende LNG-Lieferungen. Preisspitzen hält sie allerdings ausdrücklich für möglich.
Das eigentliche Problem ist also nicht, dass wir von einem milden Winter profitieren könnten. Es ist, wie abhängig unsere Vorsorge von diesem günstigen Ausgang geworden ist.
Die Zivilisation als Schönwetterveranstaltung
Was mich an Deiner Beobachtung besonders interessiert, ist der Unterschied zwischen Berechenbarkeit und Beherrschbarkeit.
Wir können Wettermodelle entwickeln, Gletscher vermessen, Energiebedarfe prognostizieren und statistische Wahrscheinlichkeiten berechnen. Aber aus der Fähigkeit, ein System zu beschreiben, folgt keineswegs die Fähigkeit, es zu kontrollieren.
Und aus der Tatsache, dass etwas dreißig Jahre lang funktioniert hat, folgt nicht, dass es im einunddreißigsten Jahr ebenfalls funktionieren wird.
Dahinter steckt ein grundlegender Konstruktionsfehler moderner Hochleistungsgesellschaften: Wir optimieren Systeme unter Effizienzgesichtspunkten und behandeln anschließend die dabei verschwundenen Sicherheitsreserven als wirtschaftlichen Fortschritt.
Eine solche Gesellschaft wird nicht unbedingt durch eine Katastrophe gefährdet. Es reicht möglicherweise bereits eine unglückliche Kombination gewöhnlicher Ereignisse: ein kalter Winter, gleichzeitig schwache Windstromerzeugung, hohe Energiepreise und gestörte Lieferketten.
Jedes einzelne Ereignis ist beherrschbar. Die Kombination könnte es nicht mehr sein.
Das ist der Unterschied zwischen einem robusten System und einem System, das lediglich unter günstigen Bedingungen hervorragend funktioniert.
Noch etwas macht die Sache bemerkenswert: Der Klimawandel erhöht nicht einfach überall die Temperaturen und beseitigt damit die Gefahr kalter Winter. Eine langfristige Erwärmung und zeitweilige extreme Kälte schließen sich nicht aus. Unsere Abhängigkeit von milden Wintern ist also keine verlässliche Anpassungsstrategie.
Und damit bekommt Dein Inshallah! eine geradezu philosophische Bedeutung.
Wir haben uns über Jahrhunderte von einer Welt entfernt, in der die Menschen für eine gute Ernte, einen milden Winter und das Ausbleiben von Naturkatastrophen beteten.
Heute verfügen wir über Supercomputer, Satelliten, künstliche Intelligenz und eine hochgradig vernetzte industrielle Zivilisation.
Und am Ende des Tages sitzen wir wieder da und hoffen auf einen milden Winter.
Der Fortschritt besteht möglicherweise darin, dass wir heute wesentlich präziser berechnen können, wie sehr wir auf Glück angewiesen sind.
Inshallah."











