Freitag, 16. Oktober 2026

Триста! Триста! Триста!


"Dies ist eine erneute Veröffentlichung von wiederhergestelltem GoPro-Filmmaterial aus Anfang Juli 2023. Es zeigt einen gescheiterten Angriff des ukrainischen 518. Bataillons (1. Spezialeinheit) in der Nähe von Kreminna an der Front zwischen Svatove und Kreminna; der Kameramann wurde getötet und die Kamera als Trophäe erbeutet."

Was für ein wundervoller Tod, ab 2:05 -
"OOOOOoooooooooooooooooooooo......"

Erinnert mich an den letzten Seufzer von Nicolas Cage in "Leaving Las Vegas".

Wenn mit einem Mal dieser ganze Druck weg, der ganze Streß vorbei & nichts mehr wichtig ist...

Ja, Krieg ist die Hölle & dieser ganze Scheiß.
Aber wenn man kurz & schmerzlos mit so einem entspannten Seufzer gehen kann... immer noch besser als Pflegeheim, Sterbehospiz und jener ganze Scheiß mit 95.

 

"Was bedeutet es, wenn Soldaten in Videos aus dem Ukraine-Konflikt im Gefecht "триста триста триста!" rufen?"

ChatGPT:
"Wenn Soldaten im Ukrainekrieg „Триста! Триста! Триста!“ (Trista! Trista! Trista!) rufen, bedeutet das in der Regel:

„Verwundeter! Verwundeter! Verwundeter!“ beziehungsweise „Ich bin verwundet!“

Der Ausdruck stammt aus der sowjetischen Militärterminologie und wird sowohl von russischen als auch von ukrainischen Soldaten verwendet.

Die wichtigsten Codes sind:

  • Груз 200 (Grus 200): Gefallener Soldat, ursprünglich die Transportbezeichnung für einen Leichnam.

  • Груз 300 (Grus 300): Verwundeter Soldat, der medizinische Versorgung beziehungsweise Evakuierung benötigt.

  • Двухсотый (Dwuchssoty): Ein Gefallener, wörtlich „Zweihundertster“.

  • Трёхсотый (Trjochssoty): Ein Verwundeter, wörtlich „Dreihundertster“.

Wenn ein Soldat während eines Gefechts mehrfach „Триста!“ schreit, signalisiert er damit üblicherweise eine Verwundung und fordert Hilfe an. Ob er selbst oder ein Kamerad getroffen wurde, ergibt sich aus dem Kontext.

Interessant ist die sprachliche Verkürzung: Aus einer ursprünglich bürokratischen Transportbezeichnung ist ein unmittelbarer Gefechtsruf geworden. Wo früher „Fracht 300“ in einem Transportdokument stand, genügt heute ein einziges Wort, um unter Beschuss eine Verwundung zu melden.

Die wiederholten Rufe, die du in solchen Videos hörst, sind also häufig Hilferufe und keine Feuerkommandos."



 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Wichspanzer


Zu schnelles, zu gefährliches und völlig gesetzloses Fahren: Warum tolerieren wir diese „Petro-Männlichkeit“?

"Sowohl in den Städten als auch auf dem Land sehe ich Geländewagen und Pick-ups, die rücksichtslos und ohne Rücksicht auf andere gefahren werden. Das ist die „Magafizierung“ des Verkehrs.

 

Wo sind Gesetzesverstöße nicht nur sichtbar, sondern sogar darauf ausgelegt, gesehen zu werden? Wo wird antisoziales Verhalten wie ein Ehrenabzeichen zur Schau gestellt? Wo wird direkt Freude daran empfunden, anderen Leid zuzufügen? Und wo wird rücksichtsloses Verhalten oft von der Polizei ignoriert oder mit äußerst milden Strafen geahndet? Die Antwort lautet: auf den Straßen.


Im vergangenen Monat wurden drei Männer in den West Midlands wegen Straßenrennen verurteilt. Zwei von ihnen fuhren mit über 80 mph in einer 40-mph-Zone. Der dritte erreichte über 90 mph in einer 30-mph-Zone. Die West Midlands werden seit langem von organisierten Straßenrennen heimgesucht, an denen manchmal 200 Autos oder mehr und Hunderte von Zuschauern beteiligt sind. Die Folge ist eine lange Liste von Todesfällen und lebensverändernden Verletzungen, darunter auch solche, die dadurch verursacht wurden, dass Rennfahrer von der Straße abgekommen sind und in Zuschauer oder Fußgänger gerast sind. Und es gibt noch viele weitere Unfälle, bei denen die Polizei kaum eine Ahnung hat, ob Straßenrennen die Ursache sind, denn sobald sie passieren, zerstreuen sich die Fahrer.


Die West Midlands sind einer der wenigen Orte im Vereinigten Königreich, an denen die Polizei aktiv versucht, asoziales Fahrverhalten zu unterbinden. Eine einstweilige Verfügung verbietet Straßenrennen und gefährliche Manöver wie „Driften“ und „Doughnutting“ (das Auto auf der Stelle drehen lassen). Der örtliche Polizeichef hat gewarnt, dass rücksichtslose Fahrer „mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen müssen … einschließlich der Beschlagnahmung ihres Fahrzeugs und einer Freiheitsstrafe“. Aber hören die Gerichte darauf?

Von den drei Männern, die vor dem Amtsgericht Birmingham verurteilt wurden, erhielt einer eine Bewährungsstrafe, eine Geldstrafe von 272 £, 150 Stunden gemeinnützige Arbeit und ein zweijähriges Fahrverbot. Ein anderer erhielt eine Geldstrafe von 1.275 £ und sieben Strafpunkte: Mit anderen Worten, er konnte das Gericht verlassen und sich direkt wieder ans Steuer setzen. Der Mann, der in einer 30-mph-Zone über 90 mph fuhr, bekam eine Geldstrafe von 253 £ und ein 56-tägiges Fahrverbot. Im November darf er wieder auf die Straße. Alle scheinen ihre Autos behalten zu haben.


Hätten diese Männer die gleiche Gefahr auf andere Weise verursacht, ist es kaum vorstellbar, dass sie so glimpflich davongekommen wären. Doch in vielerlei Hinsicht genießt das Autofahren eine Sonderbehandlung.


Eine ähnliche Rennkultur gibt es in Mittelwales, wo ich bis 2012 lebte. Nacht für Nacht raste ein Konvoi von Autos mit möglichst laut getunten Auspuffanlagen mit 50 mph oder mehr in einer 30-mph-Zone vorbei. Sie fingen gegen 22 Uhr an und machten manche Nächte bis 2 Uhr morgens weiter, wobei sie in einer Schleife die Straßen in der Umgebung abfuhren. Sobald ich meine kleine Tochter zum Schlafen gebracht hatte, brausten sie vorbei und weckten sie wieder auf.


Anrufe bei der Polizei waren zwecklos: Man sagte mir, ich solle die Kennzeichen notieren und „den Vorfall melden“. Als ich das tat, erklärte man mir im Grunde, dass ich meine Zeit verschwenden würde, da ich nicht beweisen könne, dass die Fahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten hätten. Tatsächlich war ihr Rat kontraproduktiv: Als ich nach draußen ging, um die Kennzeichen zu notieren, verspotteten mich die jungen Männer, zeigten mir den Stinkefinger und gaben Gas. Es schien, als sehnten sie sich gerade nach Schock und Abscheu. Und das war noch vor TikTok, wo Fahrer eine viel größere Berühmtheit erlangen können.


Der erste junge Mann, der auf seinem Motorrad in meiner Hauptstraße in Wales „eine Tonne“ (100 mph) fuhr, wurde zum Lokalhelden. Kurz darauf fuhr er gegen eine Mauer und starb. Andere Fahrer töteten ihre Beifahrer, fuhren Fußgänger an oder drängten andere Autos von der Straße. Wenn Menschen getötet oder verletzt wurden, wurden die Fahrer strafrechtlich verfolgt und milde bestraft, doch es wurden kaum Anstrengungen unternommen, die zugrunde liegende Kultur anzugehen. Einige Männer schlossen sich sofort wieder den Konvois an, sobald sie ihren Führerschein zurückerhalten hatten. Mir wurde berichtet, dass sich nichts geändert hat, obwohl in Wohngebieten in ganz Wales nun standardmäßig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 mph gilt, und dass jedes Jahr eine neue Gruppe junger Männer auf die lokale Stadtrennstrecke strömt.


Mittlerweile lebe ich in Devon, wo eine andere Kultur des asozialen Fahrverhaltens herrscht. Hier sind es meist Männer mittleren Alters in „hochgelegten“ Pick-ups, die so umgebaut wurden, dass sie so laut und rauchintensiv wie möglich sind. Zwei lokale SUVs wurden so umgerüstet, dass sie über zwei hinter der Fahrerkabine angebrachte Auspufftürme „Roll Coal“ betreiben und eine dichte schwarze Rußwolke ausstoßen, sobald der Fahrer den „Smoke-Schalter“ betätigt. Um den Pick-up für diesen Zweck umzurüsten, muss man ein „Delete-Kit“ kaufen, um das Abgasreinigungssystem des Fahrzeugs zu umgehen, den Motor neu abstellen und größere Einspritzdüsen einbauen. Diese Praxis entstand in den USA sowohl als umweltfeindlicher Protest als auch als eine Form der Unterhaltung. Sie wird vor allem gegen Radfahrer, Fußgänger und Elektrofahrzeuge eingesetzt. Ich habe diese beiden Lkw dabei beobachtet, wie sie die hinter ihnen fahrenden Fahrer blendeten und alle Umstehenden erstickten. Natürlich ist das illegal. Aber für die Polizei in meiner Gegend scheint das keine Priorität zu haben.


Was wir hier sehen, sind Manifestationen von „Petro-Männlichkeit“: eine gewalttätige, frauenfeindliche, den Klimawandel leugnende Version von Männlichkeit, die sich durch eine asoziale Fahrkultur ausdrückt. Einige der umgebauten Lastwagen tragen Aufkleber mit der Aufschrift „Stop the Boats“ oder „Save Our Children“ (die offenbar von LGBTQ+-Kulturmarxisten einer Gehirnwäsche unterzogen werden). Das ist die „Magafizierung“ des Verkehrs – ein Vehikel, das einige der schlimmsten Aspekte der US-amerikanischen Kultur und Politik nach Großbritannien transportiert.


Das ist das extreme Ende eines viel umfassenderen Trends. Im Vereinigten Königreich waren im vergangenen Jahr 52 % der verkauften Neuwagen SUVs. Nicht nur erschweren die immer höher werdenden Motorhauben dieser Geländewagen den Fahrern die Sicht auf Fußgänger und Radfahrer, insbesondere auf Kinder, sondern höhere und schwerere Fahrzeuge verursachen auch mit größerer Wahrscheinlichkeit Todesfälle oder schwere Verletzungen, wenn sie Menschen anfahren: Kinder unter neun Jahren haben ein dreimal höheres Risiko, getötet zu werden, wenn sie von einem SUV angefahren werden, als von einem normalen Pkw.


Und wozu dienen sie eigentlich? Auf den schmalen Landstraßen hier in der Gegend fahren Touristen in diesen „Geländewagen“ nicht zurück, wenn sie dabei eine Hecke berühren würden – aus Angst, dass der Hochglanzlack ihres „Wichspanzer-Kindermörder“-SUVs zerkratzt wird. In einem der vornehmsten Viertel Londons wirbt die Chelsea Truck Company mit „kultigen urbanen 4x4s“. „Kultig“ scheint hier „riesig“ zu bedeuten. Aber was zum Teufel ist ein „urbaner Geländewagen“? Und warum ist das überhaupt legal?


Ist es nicht offensichtlich, dass Egoismus im Straßenverkehr uns als Gesellschaft verändert? Die Überzeugung, dass ein Autofahrer tun dürfen sollte, was ihm gerade in den Sinn kommt – ungeachtet der Auswirkungen auf andere –, dringt auf den Bürgersteig vor und dringt tief in unser Leben ein. Wenn dies ein anständiges, inklusives Land sein soll, das menschliches Leben wertschätzt, dann sollten das Gesetz und seine Durchsetzung diesem Anspruch gerecht werden. Doch wenn die Straßen dazu genutzt werden, eine gefährliche, asoziale Kultur zu verstärken und zu verherrlichen, werden wir an einen sehr dunklen Ort getrieben." (The Guardian)


Hoffentlich ist bald Krieg & alle müssen sterben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Le Dredd


"Schüsse aus Polizeiwaffen gelten in Frankreich künftig als Notwehr. Opfer müssen beweisen, dass der Beamte die Waffe regelwidrig benutzt hat. Kritiker sind entsetzt und fürchten Straflosigkeit." (Tagesschau)

"Was kannst Du mir über den französischen Gesetzentwurf sagen, um den es in diesem Tagesschau-Artikel geht?"

ChatGPT:
"Der wichtigste Punkt zuerst: Der Tagesschau-Artikel formuliert zu endgültig. Es handelt sich bislang nicht um geltendes französisches Recht, sondern um eine von der Nationalversammlung in erster Lesung angenommene Gesetzesvorlage. Am 7. Juli 2026 stimmten 313 Abgeordnete dafür, 199 dagegen und fünf enthielten sich. Der Text liegt seitdem beim Senat; dort sind bislang weder Ausschussbericht noch Abstimmung verzeichnet.

Was tatsächlich vorgesehen ist

Der Text würde Artikel L.435-1 des französischen Sicherheitsgesetzbuchs ergänzen. Sobald ein Angehöriger der Police nationale oder Gendarmerie seine Waffe benutzt, soll zunächst vermutet werden, dass

  • einer der gesetzlich erlaubten Einsatzfälle vorlag und
  • der Waffeneinsatz unbedingt notwendig und streng verhältnismäßig war.

Diese Vermutung wäre widerlegbar: Jedes entgegenstehende Beweismittel könnte sie beseitigen. Kommunalpolizisten, die der ursprüngliche Entwurf noch einschloss, stehen in der vom Parlament angenommenen Fassung nicht mehr in der eigentlichen Vermutungsregel.

Die bestehenden Voraussetzungen für einen Schusswaffengebrauch sollen formal nicht erweitert werden. Weiter erlaubt wäre er nur in bestimmten Situationen, unter anderem:

  • bei Angriffen oder bewaffneten Bedrohungen gegen Personen,
  • zur Verteidigung bewachter Orte oder Personen nach zweimaliger Aufforderung,
  • zur Verhinderung der Flucht gefährlicher Personen,
  • gegen fliehende Fahrzeuge, deren Insassen Menschen gefährden könnten,
  • zur Verhinderung unmittelbar drohender weiterer Tötungsdelikte.

Über allem stehen weiterhin „absolute Notwendigkeit“ und „strikte Verhältnismäßigkeit“.

Was sich praktisch ändern würde

Heute muss ein Beamter, der sich auf Notwehr oder einen gesetzlich erlaubten Waffengebrauch beruft, die tatsächlichen Voraussetzungen dieser Rechtfertigung darlegen. Künftig wäre der Ausgangspunkt umgekehrt:

Der Schuss gilt zunächst als rechtmäßig, bis hinreichende gegenteilige Beweise vorliegen.

Juristisch ist das keine vollständige Immunität und keine buchstäbliche „Lizenz zum Töten“. Ermittlungen könnten weiterhin geführt, Beamte angeklagt und verurteilt werden. Aber die Schwelle für belastende strafprozessuale Entscheidungen dürfte steigen – etwa für eine förmliche Beschuldigung, Untersuchungshaft, Anklage oder Verurteilung.

Die Tagesschau-Formulierung, das „Opfer müsse beweisen“, ist etwas verkürzt. Formell obliegt die Widerlegung vor allem Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichtern, nicht ausschließlich dem Opfer. Faktisch müssten Opfer beziehungsweise Angehörige aber häufig selbst darauf drängen und Gegenbeweise beibringen. Bei einem tödlichen Schuss besteht zudem eine extreme Beweisasymmetrie: Der wichtigste Gegenzeuge ist tot oder verletzt, während Aussagen und erste Dokumentation überwiegend aus dem Polizeiapparat stammen.

Gerade deshalb kann eine nur „widerlegbare“ Vermutung sehr wirksam sein. Sie verändert nicht nur den späteren Prozess, sondern möglicherweise schon die unbewusste Fragestellung der Ermittler: nicht mehr „War der Schuss notwendig?“, sondern „Gibt es genügend Material, um seine vermutete Notwendigkeit zu widerlegen?“

Argumente der Befürworter

Der konservative Initiator Éric Pauget, Polizeigewerkschaften und die Regierung argumentieren im Wesentlichen:

  • Beamte müssten in Sekundenbruchteilen unter Lebensgefahr entscheiden.
  • Ein rechtmäßiger Schuss dürfe sie nicht automatisch in die Rolle eines Verdächtigen bringen.
  • Das bestehende Risiko langwieriger Strafverfahren könne zu gefährlichem Zögern führen.
  • Die Vermutung sei widerlegbar und lasse die gerichtliche Kontrolle bestehen.

Der Regierungsänderungsantrag wandelte den ursprünglichen Gedanken einer allgemeinen „Notwehrvermutung“ deshalb in eine technisch engere „Vermutung rechtmäßigen Waffengebrauchs“ innerhalb des bestehenden Polizeirechts um.

Die stärksten Einwände

Die französische Bürgerrechtsbeauftragte Claire Hédon warnt vor Beeinträchtigungen des Rechts auf Leben, effektiven Rechtsschutzes und der Wahrheitsfindung. Sie befürchtet, dass die Vermutung bereits die Art beeinflusst, wie Ermittlungen geführt werden, und dass sie bei Beamten fälschlich den Eindruck größerer Schusswaffenbefugnisse erzeugt.

Das ist meines Erachtens der stärkere Einwand als das polemische Schlagwort „permis de tuer“:

  • Der Staat verleiht seinen Beamten das Monopol legitimer Gewalt.
  • Gerade daraus folgt eigentlich eine besondere Rechtfertigungs- und Dokumentationspflicht.
  • Der Entwurf ersetzt dieses Prinzip teilweise durch einen institutionellen Vertrauensvorschuss.
  • Dieser Vertrauensvorschuss wirkt ausgerechnet in Situationen, in denen der Staat selbst Beschuldigter, Ermittler und Besitzer des größten Teils der Beweismittel ist.

Hinzu kommt eine mögliche Rückkopplung: Selbst wenn sich die gesetzlichen Schussbedingungen formal nicht ändern, verändert eine rechtliche Vermutung das Verhalten. Beamte könnten subjektiv weniger zögern, Staatsanwälte zurückhaltender ermitteln und Gerichte höhere Anforderungen an Gegenbeweise stellen. Das wäre ein typischer Fall, in dem eine vermeintlich bloße Verfahrensregel langfristig das materielle Verhalten verschiebt.

Meine Einordnung

Der Entwurf ist weder die sofortige Abschaffung jeder Polizeikontrolle, als die ihn manche Gegner darstellen, noch eine bloße technische Schutzregel ohne reale Folgen, wie Befürworter behaupten. Er verlagert das Fehlerrisiko:

  • Gegenwärtig trägt der schießende Staatsbedienstete ein größeres Risiko, seinen Waffeneinsatz rechtfertigen zu müssen.
  • Nach dem Entwurf trügen Opfer, Angehörige und Strafverfolgung ein größeres Risiko, einen rechtswidrigen Schuss nicht widerlegen zu können.

In einem gewöhnlichen Streit zwischen Privatpersonen könnte man über diese Verteilung diskutieren. Beim staatlichen Einsatz potenziell tödlicher Gewalt halte ich sie für systematisch problematisch. Der tiefere politische Sinn des Gesetzes liegt weniger in neuen Schussbefugnissen als in einem Paradigmenwechsel: Nicht mehr die bewaffnete Staatsgewalt muss ihre Ausnahmehandlung positiv legitimieren – zunächst muss ihr das Gegenteil nachgewiesen werden.

Auch deshalb dürfte der Text, falls ihn der Senat annimmt, vor dem französischen Verfassungsrat und möglicherweise später vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte landen. Artikel 2 EMRK verlangt bei potenziell tödlicher Staatsgewalt eine effektive, unabhängige Untersuchung. Ob eine widerlegbare Rechtmäßigkeitsvermutung damit vereinbar ist, wird stark davon abhängen, ob sie Ermittlungen lediglich formal oder tatsächlich abschwächt."











Mittwoch, 14. Oktober 2026

Dieses Schiff sinkt.


"Bitte einen ironisch-bitteren Text für einen entspannten deutschsprachigen Trip-Hop Song mit dem Titel "Dieses Schiff sinkt". Es geht um ein Individuum in der Endphase seines Lebens, das in einer zerfallenden Gesellschaft in der Endphase ihrer Existenz lebt und eine düstere Bilanz zieht, wonach es nur noch abwärts gehen wird bis zum Meeresgrund. Der Refrain lautet:
"
Dieses Schiff sinkt.
Die Ratten sind schon längst von Bord,
Und es stinkt
Nach Exkrementen und nach Mord.
Es gibt nur eine Richtung
In die die Reise geht,
Und das ist abwärts,
Ganz egal wie der Wind sich dreht.
""


Meine Damen und Herren,
hier spricht Ihr Kapitän.
Wir haben die Kontrolle verloren.
Aber das ist kein Grund zur Sorge.
Wir hatten sowieso nie eine.

[Verse 1]

Ich sitz am Fenster, seh die Welt vorüberzieh'n,
hab sie kommen sehn, jetzt seh ich sie verglüh'n.
Die Knochen werden müde, der Verstand bleibt leider wach,
und was gestern noch ein Irrenhaus war, ist heute ganz normal.

Hab die besten Jahre hinter mir, die schlechtesten vor der Tür,
die Zukunft kann mich mal, ich hab schon reserviert.
Ein Einzelzimmer, Meerblick, allerletzte Etage,
mit freiem Fall ins Nichts und einer Minibar voll Fragen.

Die Jungen reden Fortschritt, die Alten reden Geld,
die einen woll'n die Rettung, die andern gleich die Welt.
Und jeder hat 'ne Meinung, jeder weiß genau Bescheid,
nur keiner weiß, wie man 'ne Windel wechselt, wenn das Baby schreit.

Die Experten auf der Brücke diskutier'n den Kurs,
der Maschinist ist tot, das Barometer steht auf Sturm.
Man hat die Rettungsboote längst zum Ausschlachten verkäueft,
und die Kapelle spielt den neuesten Hit, während das Unterdeck absäueft.

[Chorus]

Dieses Schiff sinkt.
Die Ratten sind schon längst von Bord,
Und es stinkt
Nach Exkrementen und nach Mord.
Es gibt nur eine Richtung
In die die Reise geht,
Und das ist abwärts,
Ganz egal wie der Wind sich dreht.

[Verse 2]

Ich hab die großen Worte oft genug gehört,
wie man die Welt verbessert, indem man sie zerstört.
Die Freiheit wird verwaltet, die Vernunft ist delegiert,
und wer die Wahrheit sagen will, wird erst mal registriert.

Die Narren tragen Anzüge, die Verbrecher Sheriff Schtern,
die Henker sprechen höflich, und die Opfer hören's gern.
Die Lügen werden größer, die Gedächtnisse so klein,
und alle wollen irgendwas, bloß nicht verantwortlich sein.

Man nennt es Transformation, wenn etwas nicht mehr geht,
und eine neue Chance, wenn das Alte nicht mehr steht.
Man nennt die Pleite Aufbruch, die Kapitulation Gewinn,
und wer den Widerspruch bemerkt, hat offenbar den falschen Sinn.

Ich hab gelernt, die Dinge einfach laufen zu lassen,
muss nicht mehr jeden Idioten beim Idiotsein erfassen.
Ich trink den letzten Kaffee, hör den letzten guten Song,
und lass die Welt sich weiterdreh'n – bis zur Selbstzerstörung.

[Chorus]

Dieses Schiff sinkt.
Die Ratten sind schon längst von Bord,
Und es stinkt
Nach Exkrementen und nach Mord.
Es gibt nur eine Richtung
In die die Reise geht,
Und das ist abwärts,
Ganz egal wie der Wind sich dreht.

[Verse 3]

Ich bin nicht mehr der Jüngste, das ist keine Sensation,
mein Körper kündigt Zimmer in der eigenen Konstruktion.
Das Knie hat seine Meinung, der Rücken opponiert,
und morgens wird erst mal der Schaden inventarisiert.

Doch seltsam, wenn man alt wird, sieht man manches ziemlich klar:
Was damals schon beschissen war, ist immer noch beschissen – ist doch wahr.
Nur trägt es neue Namen, hat ein Logo und 'nen Plan,
und irgendein Berater erklärt dir, wie man dran verdienen kann.

Ich hab mich oft geärgert, hab mich manchmal aufgeregt,
hab gedacht, dass irgendjemand irgendwann den Hebel umlegt.
Doch der Hebel ist verrostet, und das Schild ist längst verblasst,
und der letzte, der ihn kannte, hat vor Jahren hingeschmissen, weil's nicht passt.

Vielleicht war's nie ein Aufstieg, nur ein ziemlich langer Fall,
mit ein paar hübschen Zwischenstopps und Musik im Wartesaal.
Jetzt werden meine Tage kürzer, und die Schatten werden lang,
doch ich geh nicht mehr nach oben – ich genieß den Untergang.

[Bridge]

Auf Deck wird noch getanzt.
Die Bordzeitung meldet Wachstum.
Der Kapitän hat einen Podcast.
Die Rettungswesten sind jetzt genderneutral,
biologisch abbaubar
und leider nicht mehr schwimmfähig.

Aber immerhin:
Wir sind auf Kurs.

[Final Chorus]

Dieses Schiff sinkt.
Die Ratten sind schon längst von Bord,
Und es stinkt
Nach Exkrementen und nach Mord.
Es gibt nur eine Richtung
In die die Reise geht,
Und das ist abwärts,
Ganz egal wie der Wind sich dreht.

[Outro]

Die Tiefe nimmt uns alle.
Den Kapitän, den Koch, den Clown.
Die Reichen erster Klasse
und die Leute unten im Maschinenraum.

Es wird still sein da unten auf dem Meeresgrund.
Kein Streit mehr, kein Geschrei.
Nur ein paar Fische blubbern zwischen all dem Schrott.

Und endlich sind alle zufrieden.














Dienstag, 13. Oktober 2026

Der schlimmste Teufel


"Der schlimmste Teufel ist der, der es gut mit Dir meint."

ChatGPT:
"Ja. Der Satz trifft eine besondere Form von Gefahr: Schaden, der sich selbst als Fürsorge versteht.

Der gewöhnliche Gegner weiß zumindest, dass er gegen dich handelt. Der wohlmeinende „Teufel“ dagegen kann überzeugt sein, für dich zu handeln – und gerade diese Überzeugung beseitigt seine inneren Hemmungen. Widerstand erscheint ihm dann nicht als legitimer Ausdruck deiner Autonomie, sondern als Beweis dafür, dass du deine eigenen Interessen nicht verstehst.

Die gefährliche Logik lautet ungefähr:

Ich weiß, was gut für dich ist. Wenn du widersprichst, zeigt das nur, wie notwendig mein Eingreifen ist.

Damit entsteht ein geschlossenes System: Zustimmung bestätigt die Maßnahme, Widerspruch bestätigt ihre Notwendigkeit.

Das gilt auf mehreren Ebenen: in Beziehungen als Bevormundung, in Medizin oder Pädagogik als Paternalismus, in Organisationen als fürsorgliche Kontrolle und politisch als Rechtfertigung weitreichender Eingriffe im Namen von Sicherheit, Gesundheit oder Gemeinwohl. Entscheidend ist dabei nicht, dass solche Ziele vorgeschoben sein müssen. Das interessantere Problem entsteht gerade dann, wenn sie aufrichtig gemeint sind.

C. S. Lewis formulierte einen verwandten Gedanken besonders scharf: Die Herrschaft von Menschen, die uns zu unserem eigenen Besten quälen, könne schlimmer sein als die von Räubern – denn die Grausamkeit des Räubers schlafe manchmal, während diejenigen, die mit Zustimmung ihres Gewissens handeln, womöglich niemals aufhörten.

Vielleicht ließe sich dein Satz deshalb noch zuspitzen:

„Der gefährlichste Teufel ist nicht der, der dir Böses will, sondern der, der dir Gutes tun will und deshalb dein Nein nicht mehr akzeptiert.“

Das Nein ist dabei der entscheidende Prüfstein. Wohlwollen, das ein Nein akzeptiert, bleibt Hilfe. Wohlwollen, das ein Nein grundsätzlich als Irrtum interpretiert, beginnt zur Herrschaft zu werden."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 12. Oktober 2026

Bashing the Batman

 
"Der Clip zeigt eine humorvolle Diskussionsszene mit vier dagestanischen Männern an einem Tisch (einer davon in traditioneller Kleidung mit weißer Kappe). Sie debattieren über Batman:

Ein Teilnehmer erklärt, Batman sei ein Mann, der eine Firma von seinem Vater geerbt habe. Mit diesem Vermögen könne er Gotham grundlegend verändern und die Kriminalität komplett ausrotten – zum Beispiel durch den Bau von Schulen oder Bonuszahlungen an die Polizei. Stattdessen ziehe er sich ein Fledermauskostüm an und spiele Superheld.

Der Sprecher argumentiert pointiert und ironisch, dass Batman die Kriminalität gar nicht wirklich verschwinden lassen wolle, weil er sonst seinen „Job“ verlieren würde. Die Szene wirkt wie ein satirischer Talk oder eine Podcast-Aufnahme und ist mit englischen Untertiteln unterlegt." (Grok)


Ha ha - ganz meine Rede: "Ist nicht eigentlich im Grunde genommen Batman der Bösewicht in Gotham City?" (Batman/6.11.2024)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reversed Terraforming

 
Was für ein geiles Video. Sollte man sich mit Kopfhörern geben - es ist als wäre man dort vor Ort & müßte sich mit dieser Scheiße im Echtleben auseinandersetzen.

So sieht Krieg wahrscheinlich zu +99% der Zeit aus, die Action geht nur ab & zu für ein paar Minuten ab, dann ist wieder "Guck Dir bloß diese Scheiße an, Bruder." angesagt.

 

 

"К черту этот лес! Fick diesen Wald!"