"Die Existenz der Menschheit in ihrer gegenwärtigen Form ist nicht zu rechtfertigen."
Die Nacht deckt nicht zu – sie enthüllt.
In ihrem schwarzen Tuch atmen die Ruinen der Städte,
und der Wind, der durch zerborstene Fenster streicht,
trägt keinen Namen mehr.
Blut ist nicht mehr Zeichen des Lebens,
sondern Sediment einer Gier,
die sich selbst verzehrte.
Es trocknet in Rissen des Betons,
in den Kehlen der Flüsse,
in den Augen derer,
die vergaßen, wie man weint.
Die Menschheit – ein flackerndes Lagerfeuer
am Rand eines unendlichen Schweigens.
Sie zündete Welten an, um sich zu wärmen,
und nannte es Fortschritt.
Sie schrieb Gesetze über Liebe,
während sie die Erde entblößte wie eine Leiche.
Und doch:
Irgendwo, zwischen Asche und Atem,
schlägt ein Herz, das nicht rechnet.
Ein Kind, das den Mond mit bloßen Händen
nicht besitzen will –
nur anschaut.
Das ist keine Rettung.
Das ist kein Versprechen.
Aber es ist eine Spur.
Ein winziger Riss im Panzer der Gewohnheit,
durch den das Licht –
falls es denn kommen mag –
eines Tages hindurchschlüpfen könnte.
Denn gerechtfertigt wird nicht, was ist.
Gerechtfertigt wird nur,
was sich wandelt.
Und die Stille,
die nun über allem liegt,
wartet nicht auf Entschuldigungen.
Sie wartet auf Erwachen.
Vielleicht genügt es, dass jemand aufhört, Feuer zu legen –
und stattdessen die Asche berührt,
nicht um daraus zu bauen,
sondern um zu fragen:
*Wer war hier?*
Und wenn die Antwort kommt –
nicht in Worten, sondern in Stille –
wird er sie nicht nutzen,
sondern tragen.
Und erst dann,
nach langer Zeit,
könnte etwas aus der Asche emporsteigen,
das nicht unser Werk ist,
sondern unsere Buße.
Denn dieser Vogel gehört nicht der Welt der Fakten,
sondern der der Notwendigkeit.
(Text & Bildbearbeitung: Qwen.ai)
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