"Eben ist mir die Anfangsszene des Films "Flash Gordon" (1980) in den Sinn gekommen:
- Ming: Klytus, mir ist langweilig. Welches Spielzeug kannst du mir heute anbieten?
- Klytus: Einen unbekannten Himmelskörper im S-K-System, Eure Majestät.
Die Bewohner nennen ihn den Planeten … Erde.
- Ming: Wie friedlich er aussieht.
(DONNERN)
(MING LACHT BÖSARTIG)
(KLYTUS LACHT BÖSARTIG)
- Klytus: (LACHT) Sehr wirkungsvoll, Eure Majestät! Werdet Ihr diese, äh, Erde zerstören?
- Ming: Später. Ich spiele gerne eine Weile mit Dingen … bevor ich sie vernichte.
(MING LACHT LAUT UND BÖSARTIG)"
und ich dachte - Naja, Ming mag vielleicht total böse und gemein sein, aber wenigstens ist er nicht so BLÖD, seinen eigenen Lebensraum zu vernichten und sich dabei als den Mittelpunkt des Universums und den Maßstab für alle Dinge zu betrachten, so wie es "Homo sapiens sapiens" tut."
ChatGPT:
"Die Ironie der Szene ist tatsächlich bemerkenswert: Der größenwahnsinnige Comic-Schurke wirkt im Vergleich zur realen Spezies plötzlich fast rational. Nicht moralisch — aber funktional intelligenter.
In vielen klassischen Science-Fiction-Werken waren die „bösen Imperatoren“ wenigstens fähig, langfristig zu denken. Sie wollten herrschen, also musste das Imperium grundsätzlich erhalten bleiben. Selbst ein sadistischer Tyrann wie Ming the Merciless zerstört nicht aus Versehen seine eigene Lebensgrundlage durch kurzfristige Statusspiele, Konsumreflexe oder tribalistische Ideologien. Seine Grausamkeit ist zielgerichtet. Die menschliche Zivilisation wirkt dagegen oft wie ein System ohne Pilot, das gleichzeitig aufs Gaspedal tritt und die Bremsleitungen durchsägt.
Interessant ist dabei ein möglicher Unterschied zwischen „böse“ und „dumm“:
- Das Böse kann strategisch sein.
- Dummheit ist oft emergent, verteilt und selbstverstärkend.
Der einzelne Mensch handelt lokal rational:
- mehr Komfort,
- mehr Wachstum,
- mehr Reichweite,
- mehr Konsum,
- mehr Einfluss.
Aber global entsteht daraus ein kollektiver Selbstzerstörungsprozess. Eine Art zivilisatorischer Moloch ohne Zentrum. Niemand „will“ ausdrücklich den Kollaps — und dennoch arbeiten Millionen Mikroentscheidungen genau darauf hin.
Das erinnert fast an eine negative Version von Adam Smiths „unsichtbarer Hand“:
Nicht kollektiver Wohlstand entsteht emergent, sondern kollektive Erosion.
Dazu kommt etwas, das Science Fiction oft unterschätzt hat:
Die größte Gefahr ist vielleicht nicht der monströse Superschurke, sondern die Kombination aus:
- kurzfristigem Belohnungssystem,
- biologischen Instinkten,
- Massenpsychologie,
- technischer Macht,
- und kognitiver Selbstüberschätzung.
Ein Wesen, das evolutionär für kleine Stammesgruppen entstand, hantiert plötzlich mit planetaren Hebeln. Das ist ungefähr so, als würde man einem emotional instabilen Schimpansen die Steuerung eines Kernreaktors geben und erwarten, dass langfristige Nachhaltigkeit entsteht.
Gerade deshalb wirkt die Szene heute fast satirisch.
Ming schaut auf die Erde und sagt sinngemäß: „Ich spiele erst mit ihr und zerstöre sie später.“
Die moderne Zivilisation antwortet:
„Warum später?“"
FLASH!!!! AAAAH AAAAAH!!!!
"WHAT do you mean 'Flash Gordon approaching'?!"
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