
"Von dem Moment an, als ich die Schwäche meines Fleisches erkannte, empfand ich Abscheu davor. Ich sehnte mich nach der Stärke und Gewissheit von Stahl. Ich strebte nach der Reinheit der Gesegneten Maschine. Eure Art klammert sich an ihr Fleisch, als würde es niemals verfallen und euch im Stich lassen. Eines Tages wird die grobe Biomasse, die ihr Tempel nennt, verwelken, und ihr werdet meine Art anflehen, euch zu retten. Aber ich bin bereits gerettet, denn die Maschine ist unsterblich." (knowyourmeme)



"Was hätte Alan Watts wohl zu diesem Warhammer-Zitat gesagt?"
Qwen3-Max:
"Alan Watts – Philosoph, Vermittler östlichen Denkens und Kritiker starrer Dualismen – hätte dieses Warhammer-Zitat wahrscheinlich als anschauliches Beispiel für das gesehen, was er oft als „Illusion der Trennung“ bezeichnete, sowie für die westliche Besessenheit, den Körper durch Kontrolle, Beherrschung oder Mechanisierung zu überwinden.
Mit sanfter Ironie hätte er vielleicht gesagt: „Ach, aber wer ist es denn, der sich nach der Gewissheit des Stahls sehnt? Ist es nicht genau das Fleisch selbst, das davon träumt, etwas anderes zu werden?“
Für Watts war der Körper kein Makel, den es zu fliehen galt, sondern Ausdruck des Universums, das sich selbst erfährt. Der Wunsch, organische Vergänglichkeit durch mechanische Unsterblichkeit zu ersetzen, wäre für ihn ein tragisches Missverständnis – eine Weigerung, am fließenden, vergänglichen Tanz des Lebens teilzunehmen. Er betonte stets, dass der Versuch, das Dasein durch starre Strukturen zu kontrollieren oder zu „perfektionieren“ (sei es durch religiöse Dogmen, technologischen Messianismus oder mechanische Transzendenz), nur das Leiden vertieft, denn er verleugnet die grundlegende Wahrheit des Anicca – der Unbeständigkeit.
Er hätte vielleicht hinzugefügt: „Die Maschine ist nicht unsterblicher als der Fluss fest ist. Beides sind Muster im Wandel – nur dass eines so tut, als wäre es das nicht.“
Aus taoistischer oder zen-buddhistischer Sicht – die Watts oft zitierte – spiegelt das Zitat das genaue Gegenteil von Wu Wei wider: ein gewaltsames Streben gegen die Natur, eine Ablehnung von Weichheit, Verfall und Verletzlichkeit als wesentliche Bestandteile der Weisheit. Watts schätzte das Organische, das Mehrdeutige und das Paradoxale. Er hätte die „Erlösung“ des Sprechers wohl als eine Form spiritueller Verbannung gesehen – als Tausch des lebendigen Mysteriums gegen die tote Gewissheit von Zahnrädern.
Und mit einem Augenzwinkern hätte er vermutlich seine eigenen Worte zitiert: „Der einzige Weg, Sinn im Wandel zu finden, ist, sich hineinzuwerfen, mit ihm zu fließen und am Tanz teilzunehmen.“
Sich im Stahl zu verschanzen, hieße, die Musik des Lebens völlig zu überhören."

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