"Tapinoma magnum kann beim Eindringen in Gebäude zum einen Schäden an Fassaden und der Elektrik verursachen, zum anderen führt ihr massives Auftreten zu starker Belästigung in Gebäuden und Gärten. Eine Gesundheitsgefahr für Menschen besteht nicht.
Da die Art ihre weit verzweigten Nester gern in Siedlungsbereichen anlegt, wird ein Befall meist durch Unterhöhlung von Fundamenten, Gehwegplatten und Pflastersteinen bemerkt. An den Nesteingängen kommt es zum Auswurf von Sand und Erde. Auf der Suche nach Wärme und Nahrung dringen Arbeiterinnen auch in Gebäude ein. Dabei kann es zu Schäden an der Infrastruktur (Störung der Stromversorgung und des Internets) kommen.
Es ist fast unmöglich eine bereits etablierte Superkolonie, die mehre Quadratkilometer besiedeln kann, komplett zu tilgen. Eine Eindämmung des Befalls ist aber bei frühem und konsequentem Handeln möglich." (Umweltbundesamt.de)
"Mal wieder breitet sich eine eingeschleppte Tierart in Deutschland aus. Die Große Drüsenameise sorgt für Stromausfälle, gesperrte Spielplätze und besorgte Eltern. Jetzt rüsten die betroffenen Städte auf." (gmx.net)
"Im Mülleimer wimmelt es. Zwischen Bierdosen, Zigarettenpackungen und Kassenzetteln holt Karen Eßrich einen Getränkebecher hervor. Sind das Kaffeereste auf dem Boden? "Nein", sagt die städtische Mitarbeiterin.
Ehe sie fortfahren kann, löst sich die wimmelnde Masse in Einzelteile auf. Hunderte Ameisen schießen aus dem Becher hervor, innerhalb von Sekunden krabbeln sie über Finger, Hand, Unterarm. "Wenn man sie stört, werden sie aggressiv", sagt Eßrich. "Und wenn man sie zerdrückt, riechen sie wie ranzige Butter."
Beim Spielplatz vorm Alten Bahnhof hält die Koordinatorin kurz inne: "Schauen Sie, da schleppen sie ihre Brut." Eßrich macht sich eine Notiz zu der Ameisenstraße. "Den Spielplatz müssen wir absperren und den Sand unterspülen."
In Karlsruhe beendet Karen Eßrich ihren Rundgang am Schulzentrum. Neben der Tischtennisplatte haben sich die kleinen Krabbler auf eine tote Schabe gestürzt; eine Ameisenstraße verläuft über den Schulhof bis ins nahegelegene Mauerwerk.
"Hier haben wir sie vor Kurzem erst bekämpft", sagt die Koordinatorin. Sobald aber Schülerinnen und Schüler ihr Frühstück auspackten, kämen auch die Ameisen aus ihren Verstecken hervor. "Besorgte Eltern rufen mich an, weil sie in Schulranzen krabbeln", sagt Eßrich.
Hat sie trotzdem Hoffnung, dass die Ameisen wieder verschwinden? Karen Eßrich sagt, sie wäre schon zufrieden, wenn die Ausbreitung eingedämmt würde. Wenn frustrierte Anwohner keine dubiosen Nervengifte im Internet bestellen, die Menschen und Haustiere gefährden."
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.